Hohe Strasse in Rendsburg : Radler-Rowdies in der Fußgängerzone

Unerlaubtes Radfahren in Rendsburgs Einkaufsstraße: Dieser Mann hält sich nicht an das Fahrverbot zwischen 9 und 19 Uhr in der Hohen Straße. Er schlängelt sich zwischen den Passanten hindurch.
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Unerlaubtes Radfahren in Rendsburgs Einkaufsstraße: Dieser Mann hält sich nicht an das Fahrverbot zwischen 9 und 19 Uhr in der Hohen Straße. Er schlängelt sich zwischen den Passanten hindurch.

Viele Fahrradfahrer halten sich nicht an das Fahrverbot zwischen 9 und 19 Uhr in der Hohen Straße: Es droht ein Bußgeld in Höhe von 15 Euro.

shz.de von
29. Juli 2015, 15:09 Uhr

Rendsburg | Eine Frau kommt aus dem Zeitungskiosk in der Hohen Straße. Schnellen Schrittes geht sie weiter in Richtung Drogerie. Doch auf halber Strecke wird sie fast von einem Fahrradfahrer umgefahren, der sich im rasanten Tempo durch die Einkaufsstraße schlängelt. Im Zickzack steuert der Mann sein Mountain-Bike weiter in Richtung Schiffbrückenplatz und stößt dabei fast ein weiteres Mal mit einem Passanten zusammen: Eine Szene, die häufig in der Rendsburger Fußgängerzone zu beobachten ist. Was viele Radfahrer offenbar nicht wissen: Von 9 bis 19 Uhr müssen sie ihren Drahtesel durch die Hohe Straße schieben. Zwei Hinweisschilder weisen an beiden Enden der Hohen Straße darauf hin.

Silke Hartmann (53) ist verärgert, dass sie der Mann (zirka Mitte 40) auf dem Rad beinahe umgefahren hätte. Doch sagen würde sie zu ihm lieber nichts. „Bringt ja doch nichts“, meint die gebürtige Rendsburgerin. „Davon lasse ich mich aber nicht ärgern.“

Viele Urlauber wüssten häufig nicht, dass das Radfahren in der Hohen Straße nicht erlaubt ist, bestätigt Polizeisprecher Sönke Hinrichs auf Nachfrage der Landeszeitung. Den Ortskundigen sei das Verbot dagegen sehr wohl bekannt, meint er. Die Polizeibeamten versuchen regelmäßig, die Fußgängerzonen bei ihrer Streife zu berücksichtigen. Wie oft sie dort unterwegs sind, könne Hinrichs nicht sagen. Wenn die Polizei unerlaubte Radfahrer erwischt, droht ein Verwarnungsgeld in Höhe von 15 Euro. Wie viele dieser Strafen bisher verhängt wurden, könne man nicht sagen.

Im Stegen gilt übrigens dieselbe Regel wie in der Hohen Straße. Da der Weg sehr schmal ist, kann es dort leicht zu Gefahrensituationen kommen. Im Gegensatz zu Radfahrern darf man auf dem Skate- oder Longboard sowie auf Inline-Skates durch die Einkaufsstraße fahren. Nach Angaben von Pressesprecher Hinrichs sind sie den Fußgängern gleichgestellt. Es gilt aber: „Sie müssen besondere Rücksicht nehmen“, so der Polizeibeamte.

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