zur Navigation springen
Landeszeitung

18. Dezember 2017 | 23:18 Uhr

Rader Insel: Klarheit ab 2016

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Abgabe von Schacht-Audorfs Fläche an Borgstedt nimmt Fahrt auf

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2015 | 11:55 Uhr

Neuer Anlauf für eine Bereinigung der Gemeindegebiete auf der Rader Insel: Die Bürgermeister Borgstedts und Schacht-Audorfs haben sich jetzt für ein erstes Sondierungsgespräch an einen Tisch gesetzt. „Auf beiden Seiten ist der Wille da“, sagte Borgstedts Verwaltungschef Gero Neidlinger danach zur Landeszeitung. Er möchte das Gebiet Schacht-Audorfs von der dreigeteilten Insel übernehmen. Auch sein Gesprächspartner Eckard Reese aus Schacht-Audorf bestätigte die grundsätzliche Bereitschaft seiner Gemeinde, ihr Gebiet abzugeben.

Die Schacht-Audorfer Gemeindevertreter hatten sich bereits im Juni vergangenen Jahres dafür ausgesprochen, ihren Teil der Insel zwischen Nord-Ostsee-Kanal und Borgstedter Enge abzugeben (wir berichteten). Das Gebiet südwestlich der Rader Hochbrücke ist 316  000 Quadratmeter groß. Das entspricht etwa einem Drittel der Inselfläche. Zu Borgstedt gehört hingegen nur ein kleiner Teil am Südwestende. Zwei Drittel der Fläche nordöstlich der Brücke gehören zu Rade bei Rendsburg, das seinen Teil laut Bürgermeister Hans Stephan Lütje behalten möchte.

Gero Neidlinger zufolge war das Gespräch konstruktiv. Details seien jedoch noch nicht verhandelt worden. Nun müssen ihm zufolge erst einmal die Gemeindevertretungen beraten und mit den 43 Bürgern auf der Insel gesprochen werden. Sie sollen in den Prozess eingebunden werden. „Nun zahlt sich aus, dass die Gemeinden im Rendsburger Umland so vertrauensvoll zusammenarbeiten“, sagte Neidlinger.

Es sei klar geworden, dass Schacht-Audorf einen Ausgleich für das Gebiet erhalten müsse. Ob „monetärer oder anderer Art“ müsse sich in weiteren Gesprächen herausstellen. „Beide Seiten sollen zufrieden sein“, sagte Neidlinger. Er wollte sich aber noch nicht auf mögliche Einigungen festlegen. Es könne ähnlich aussehen, wie in den 1980er-Jahren, als Borgstedt mehr als eine Million Quadratmeter seines Gebietes an Büdelsdorf abgab. Damals flossen 165  000 Mark als Ausgleich. Zudem durfte Borgstedt eine Schmutzwasserleitung über Büdelsdorfer Gebiet nach Rendsburg legen. „Das ersparte uns den Bau einer eigenen Kläranlage“, so Neidlinger. Darüber hinaus gab Büdelsdorf ihm zufolge damals das Versprechen, bei der Eingemeindung der Rader Insel behilflich zu sein.

„Flächen aus der Gemeindehoheit zu entlassen, ist nicht einfach“, so Neidlinger. Er möchte bis spätestens Mitte 2016 eine Entscheidung herbeiführen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen