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Kernbohrer nimmt Proben : Rader Hochbrücke: Vier Wochen Verkehrsbehinderungen auf der A7 ab heute

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ab Dienstag kommt es vor und hinter der Hochbrücke wieder zu Verkehrsbehinderungen. Die Deges untersucht die Stabilität des Rampen-Untergrundes.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2017 | 14:24 Uhr

Borgstedt | Aktuelle Verkehrsmeldungen bekommen Sie unter shz.de/verkehr

Kaum sind die letzten Bauarbeiter von der Rader Hochbrücke verschwunden, kündigen sich die nächsten an: Autofahrer müssen ab Dienstag erneut mit Verkehrsbehinderungen auf dem maroden Bauwerk im Zuge der Autobahn 7 rechnen – und das für vier Wochen. Doch im Unterschied zu den jüngsten Bauarbeiten geht es nun nicht um den Erhalt der Brücke, sondern um erste Vorbereitungen für ihren Ersatz.

Zuletzt waren Risse in Schweißnähten an großen Blechen unterhalb des Bauwerks entdeckt worden. Sie wurden seit dem vergangenen Dienstag für drei Tage repariert. Dafür musste der Hauptfahrstreifen gesperrt werden. Nun stehen laut der Projektmanagementgesellschaft Deges Baugrunduntersuchungen und Drucksondierungen auf den Brückenrampen ab Dienstag, 21. Februar, an.

„Jeweils von Dienstag bis Donnerstag muss auf den Brückenrampen in beiden Fahrtrichtungen mit vorübergehenden Sperrungen des Überholfahrstreifens beziehungsweise Einengungen des Hauptfahrstreifens gerechnet werden“, teilt die Gesellschaft mit, die im Auftrag des Landes den Ersatzbau der Rader Hochbrücke plant und baut. „Die Arbeiten werden sich voraussichtlich über einen Zeitraum von vier Wochen erstrecken“, heißt es weiter.

Konkret gesagt will die Deges wissen, was sich in den beiden riesigen Dämmen befindet, die auf beiden Seiten auf die Brücke führen. Dazu sind große Bohrgeräte nötig, die in der Mitte der Autobahn aufgestellt werden. Mit ihnen werden Proben aus dem Inneren der Erdwälle gezogen. Das Material liefert den Experten Hinweise darauf, wie tragfähig der Untergrund ist, auf dem die Autobahn liegt. Hintergrund ist, dass die Wälle auch beim künftigen Projekt eine Rolle spielen: „Da der Autobahndamm für den Brückenneubau seitlich verbreitert werden muss, ist es notwendig, den Zustand des vorhandenen Dammes bis in den Untergrund zu kennen“, so Deges-Sprecher Michael Zarth auf Nachfrage der Landeszeitung.

Die 1972 gebaute Rader Hochbrücke ist so marode, dass sie nach Schätzungen nur noch bis 2026 hält. Dann soll der Verkehr über den ersten Teil des Ersatzbauwerks fließen, das östlich der derzeitigen Konstruktion errichtet werden soll. Baubeginn ist im Jahr 2023.

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