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Gemeinsame Resolution : Rader Hochbrücke: Fraktionen verabschieden einhellige Resolution

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Kreistag drängt darauf, dass die Bundespolitik das Problem der maroden Rader Hochbrücke schnell angeht. Dazu haben alle Abgeordneten gestern eine gemeinsame Resolution verabschiedet.

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2014 | 13:31 Uhr

Der Kreistag drängt darauf, dass die Bundespolitik das Problem der maroden Rader Hochbrücke schnell angeht. Dazu haben alle Abgeordneten gestern eine gemeinsame Resolution verabschiedet. Darin heißt es: „Wir fordern die Bundesregierung auf, die Planung für ein Ersatzbauwerk durch das Land Schleswig-Holstein unverzüglich freizugeben und entsprechende Mittel bereitzustellen.“

Damit entsprachen die Fraktionen der Meinung des Landrats Dr. Rolf-Oliver Schwemer. Er sagte in seinem Verwaltungsbericht: „Die Nachricht, dass die Rader Hochbrücke voraussichtlich nur noch zwölf Jahre halten soll, ist ein schwerer Schlag für die Region.“ In der vergangenen Woche war ein Gutachten bekannt geworden, das von einer noch kürzeren Lebensdauer ausgeht als bisher angenommen. Die Fraktionen fordern nun die Bundes- und die Landesregierung auf, das Gutachten über die Autobahn-Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal kurzfristig zu veröffentlichen. Sowohl der Landrat als auch die Kreistagsfraktionen betonten die Dringlichkeit. Es müsse sofort mit der Planung eines Ersatzbauwerks begonnen werden, so Schwemer. „Denn Erfahrungen mit anderen Brücken zeigen, dass für ein solches Vorhaben durchaus 15 bis 20 Jahre benötigt werden.“ Weitere Monate der Untätigkeit dürften nun nicht mehr verstreichen, heißt es auch in der Resolution. Vor dem Hintergrund der Bedeutung der Brücke als zentrale Verkehrsachse, die Skandinavien mit Mittel- und Südeuropa verbindet, habe Schwemer die Bundestagsabgeordneten Sönke Rix (SPD) und Dr. Johann Wadephul (CDU) gebeten, alles für einen Termin mit der Spitze des Bundesverkehrsministeriums in der Region zu tun.

Kreistagsfraktionen und Landrat wiesen darauf hin, in die Pläne für eine neue Autobahn-Querung des Kanals auch die begrenzte Restlebensdauer der Eisenbahnhochbrücke einzubeziehen. Während der Kreistagssitzung wurde jedoch auch klar, dass bei einer Zusammenführung von Straße und Schiene über eine gemeinsame Brücke der Rendsburger Bahnhof von der Nord-Süd-Achse abgekoppelt wäre.

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