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Handball-Bundesliga der männlichen Jugend : Qualität schlägt Leidenschaft

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-Bundesliga der männlichen Jugend A unterlag die HSG Eider Harde dem Nachwuchs des HSV Handball mit 31:40. „Der HSV war uns in allen Belangen überlegen“, meinte HSG-Coach Thore Kuhrt.

shz.de von
erstellt am 01.Feb.2016 | 06:00 Uhr

Auch der zweite Vergleich mit dem Nachwuchs des HSV Handball ging deutlich an die Hamburger: Nach der 24:34-Hinspielniederlage war die HSG Eider Harde im Rückspiel der Handball-Bundesliga der männlichen Jugend A in eigener Halle ebenso chancenlos. Mit einem 40:31 (23:17) im Gepäck traten die Hanseaten die Heimreise an und bleiben in der Tabelle Vierter, während die HSG Eider Harde auf Platz 8 verharrt. „Körperlich, technisch, taktisch – der HSV war uns in allen Belangen überlegen“, räumte HSG-Coach Thore Kuhrt nach Spielschluss ein.

Schon in der Anfangsphase zeichnete sich die Niederlage ab. Nach dem 4:4 (8.) spielten die Gäste ihre Qualitäten aus. Vor allem mit dem Rückraum des HSV hatte die HSG-Abwehr zunächst so ihre Probleme. Auch eine Umstellung von einer 5:1- auf eine 4:2-Formation brachte keine Abhilfe, weil sich nun auf den Außenpositionen und am Kreis große Räume boten, die die Gäste konsequent nutzten. „Die hatten auf alles eine Antwort“, musste Kuhrt anerkennen. 40 Treffer erzielten Finn Wullenweber, Christopher Rix und Co. am Ende – so viele wie noch nie zuvor in dieser Saison. „Wir haben das Spiel in der Abwehr verloren. Vierzig Gegentore sind einfach zu viel. Damit kannst du kein Spiel gewinnen“, konstatierte denn auch Kuhrt. Die Gastgeber zeigten zwar wie vom Coach im Vorfeld gefordert alte Tugenden wie Kampfgeist und Leidenschaft, doch das reichte gegen diesen Gegner nicht. Kuhrt: „Ich muss meinen Jungs aber zu Gute halten, dass sie sich nie aufgegeben haben.“ Selbst nach einem Zehn-Tore-Rückstand zu Beginn der zweiten Halbzeit (17:27/34.) kämpften die Gastgeber unverdrossen weiter. Und dass, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt personell schon stark gehandicapt waren. Denn mit Max Claußen und Bjarne Claußen verlor die HSG bereits vor der Pause beide etatmäßigen Kreisläufer durch Disqualifikation. Max Claußen sah nach einer Rangelei mit dem Hamburger Dominik Vogt die Rote Karte (28.), Bjarne Claußen schied nach der dritten Zeitstrafe vorzeitig aus (30.). „Das hat uns sicher nicht in die Karten gespielt“, meinte Kuhrt. Zudem schonte der HSG-Coach nach dem Wiederanpfiff seinen Spielmacher Georg Rohwer, der anschließend in der 1. Herren im Spitzenspiel der SH-Liga gegen die HSG Ostsee N/G zum Einsatz kam. Kuhrt: „Doch auch mit Georg wäre es nicht viel anders gelaufen. Dafür war der Gegner einfach zu stark.“

HSG Eider Harde: Ehlers, Warnecke - Feige (3), Bartsch (5/4), B. Claußen (2), Fröhlich (3), M. Claußen (2); Kiehn (1), Oettershagen, Kock, Ahrendt (3), Rohwer (1), Mumm (11), Goldmann.

HSV Handball: Beutner, Born - Tunjic, Pfeffer (2), Glaubitz, Most (1), Stefan (3), Vogt, Wullenweber (8), Thomsen (3), Rix (8/1), Siebert (3), Stabenow (11), Hartig (1).

SR: Dieckmann/Riemer (Limmer/Davenstedt).

Zuschauer: 403.

Siebenmeter: 6:4. – Zeitstrafen: 5:2.

Rote Karte: M. Claußen (28./Tätlichkei), B. Claußen (30./dritte Zeitstrafe) – Vogt (28./Tätlichkeit).

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