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Handball-SH-Liga : Punkte für den TSV Alt Duvenstedt hätten goldenen Anstrich

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der TSV braucht zwei Punkte, um in der Tabelle nicht weiter abzurutschen.

Mindestens zwei Punkte fordert Westerönfelds Trainer Volker Paul vor der Weihnachtspause noch, um im Titelkampf der Handball-Schleswig-Holstein-Liga der Männer im Geschäft zu bleiben. Der TSV Alt Duvenstedt hingegen muss den Blick eher in die untere Tabellenregion richten.

TSV Alt Duvenstedt – HSG Kremperheide/Münsterdorf (Sbd., 19.30 Uhr)

Das 24:37 beim Tabellenführer TuS Lübeck war eine Lehrstunde für den TSV Alt Duvenstedt und der letzte Beweis, dass er in der Spitzengruppe in diesem Jahr nichts zu suchen hat. „Fakt ist: Der jetzige siebte Platz plus vielleicht ein bis zwei darüber ist unser Saisonziel“, erklärt Trainer Gunnar Kociok. Damit der TSV aber auch nicht Gefahr läuft, zum Saisonende vom Besenwagen in die Landesliga gekehrt zu werden, müssen nun Punkte her. Eine gute Gelegenheit bietet sich dafür an diesem Wochenende beim Heimspiel gegen die HSG Kremperheide/Münsterdorf (19.30 Uhr). Bäume haben die Steinburger bislang wahrlich noch nicht ausgerissen. Alle sechs Punkte waren erwartbar und wurden gegen die direkte Tabellennachbarschaft des Drittletzten errungen. Sonst setzte es zum Teil derbe Klatschen, wenngleich sich Kronshagen als Favorit schwertat und mit nur einem Treffer gewann. „Jetzt oder nie“, lautet für Gunnar Kociok und seine Handballer eigentlich das Motto für das drittletzte Spiel vor Weihnachten, denn danach wird es bei zwei Begegnungen gegen Marne/Brunsbüttel sicherlich deutlich schwerer werden, die Punkte zu holen. Außerdem wäre ein Sieg Gold wert, um Kremperheide auf sechs Zähler abzuschütteln. Aber: Wieder einmal macht die Personaldecke dem Trainer arg zu schaffen. Besserung ist nicht in Sicht, eher eine Verschlimmerung der Lage. Tim Frahm, der seit Monaten seine Rückkehr durch eifriges Koordinations- und Krafttraining vorbereitete, hat es am Dienstag richtig schlimm erwischt. Im Training verletzte er sich das angeschlagene Knie derart schwer, dass eigentlich alle Band- und Knorpelstrukturen, darunter das vordere Kreuzband und das Innenband, beschädigt oder gerissen sind. Die Genesung wird mindestens ein Jahr dauern. „Das ist noch mal zusätzlich ganz bitter. Durch Verletzungen und berufliche Absagen sind wir zur ständigen Improvisation gezwungen. Man sollte meinen, dass wir gegen Kremperheide der Favorit sind, und wir werden natürlich versuchen, die Punkte zu holen. Sicher ist da aber nichts“, stellt Kociok klar.

HSG Tarp/Wanderup – HSG Schülp/Westerrönfeld/RD (So., 16 Uhr)

Es ist der letzte Spieltag der Hinrunde, der an diesem Wochenende ansteht, und zum letzten Mal stellt sich damit die Frage: Wie gut ist unser Gegner und liegt er uns? Bislang konnte die Handballer der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg nur der TSV Kronshagen schocken und gegen den Tabellenzweiten gewinnen. Das Remis gegen die gleichauf marschierenden Lübecker vom TuS 93 verwunderte indes weniger. Nun ist also die HSG Tarp/Wanderup dran, die als letzte Mannschaft noch nicht gegen Westerrönfeld gespielt hat. Am Sonnabend um 16 Uhr plant der Tabellenvierte, der fünf Punkte weniger hat, es dem TSV Kronshagen nachzutun und zu gewinnen. „Vor der Saison wäre dies sicher als absolutes Spitzenspiel gehandelt worden Ich sehe das immer noch so, auch wenn es die Tabelle nicht widerspiegelt“, sagt Trainer Volker Paul. Die viertplatzierten Tarper haben ein ähnliches Schicksal wie Westerrönfeld zu stemmen, nur sind sie nicht nur eine, sondern gleich drei Ligen abgestiegen, nachdem die Zweitligamannschaft Konkurs ging. „Die haben sehr viel an Druck auszuhalten nach dem Motto: Ihr müsst sofort wieder aufsteigen! Einige vergessen nur, dass in der SH-Liga auch die anderen Mannschaften Handball spielen können“, sagt Paul, der Tarp dennoch als „eine der drei Topmannschaften“ sehe, wenngleich natürlich keine Leistungsträger aus der Bundesliga mehr dabei sind. Geführt durch Trainer Matthias Hinrichsen, der als ehemaliger und aktuell für den VfL Bad Schwartau reaktivierter Zweitligahandballer eine Menge taktische Finesse einbringt, hat das junge Team allerdings einige ungeplante Niederlagen einstecken müssen, eine davon gegen den TSV Alt Duvenstedt. Ansonsten sind die Tarper zu Hause sehr stabil und schafften es als bisher einziges Team, beim Spitzenreiter TuS Lübeck hoch zu gewinnen. „Wir brauchen bis Weihnachten mindestens noch zwei Punkte. Es wäre kein Genickbruch, in Tarp zu verlieren, aber die zwei Punkte gleich im ersten Spiel zu holen, wäre schon schön“, so Paul.

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