zur Navigation springen

Handball-SH-Liga der Männer : Punkt und Top-Torschützen verloren

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-SH-Liga der Männer kam die HSG Eider Harde nicht über 26:26 bei der HSG Tarp/Wanderup hinaus. Zudem mussten die Gäste ab der 45. Minute auf ihren Top-Torschützen Steffen Oeltjen verzichten, der mit einer Bänderverletzung länger ausfällt.

Es war in vielerlei Hinsicht ein verlustreiches Wochenende für die Handballer der HSG Eider Harde. Zuvorderst nahm die Mannschaft von ihrem Gastspiel in der SH-Liga bei der HSG Tarp/Wanderup statt der angepeilten zwei Zähler, nur ein Pünktchen mit nach Hause. Das 26:26 (13:15)-Unentschieden ist für den Tabellenzweiten zu wenig im Kampf um den Aufstieg in die Oberliga. Darüber hinaus mussten die Gäste ab der 45. Minute auf ihren besten Torschützen Steffen Oeltjen verzichten, der nun mit einer Bänderverletzung wohl mehrere Wochen ausfallen wird. Und nicht zuletzt verloren die Eider-Spieler ein Stück weit ihr Vertrauen in die Schiedsrichter-Zunft. „Die Leistung der Unparteiischen war indiskutabel“, urteilte Trainer Thomas Carstensen.

In zahlreichen Situationen fühlten sich die Gäste, die ohne Kapitän Jörg Gosch (Rücken) und Bennet Behmer (Lungenentzündung) nur mit neun Feldspielern angetreten waren, ungerecht behandelt. Vor allem nach dem Seitenwechsel sorgten die beiden Schiedsrichter dafür, dass es in der Tarper Treenehalle mächtig brodelte. Carstensen nannte ein Beispiel: „Während wir mit einer Zeitstrafe und einem Siebenmeter doppelt bestraft wurden, ist Sven Bendixen auf der anderen Seite am Kreis das Trikot fast zerrissen worden, und wir bekommen dafür nichts.“ Letztendlich bestätigte sich Carstensens Befürchtung, dass angeschlagene Boxer die gefährlichsten sind. Die Tarper, die vor der Partie in diesem Jahr noch keinen Punkt geholt hatten, zeigten sich stutenbissig, ließen sich nie abschütteln, obwohl Eider Harde zweimal mit sechs Toren vorne lag (12:6, 19:13). Beruhigend wirkte die Führung für die Gäste in keinem Moment der Partie. Auch weil die Tarper in Hälfte zwei mit einer offensiven Deckung für Verunsicherung beim Gegner sorgten und viele Fehler provozierten. „Die Atmosphäre war komisch, von Hektik geprägt. Die Tarper haben von genau dieser Emotion gelebt“, berichtete Coach Carstensen. Trotzdem hatte seine Mannschaft die Chance, die Begegnung für sich zu entscheiden, als Rechtsaußen Boris Hohnsbehn zum mutmaßlichen 27:25-Siegtreffer traf. Die Schiedsrichter entschieden jedoch auf „abgestanden“. „Das muss man nicht pfeifen“, so Carstensen. So kamen die Hausherren noch per Siebenmeter zum 26:26-Ausgleich.

Unterm Strich bleibt bei der HSG Eider Harde jedoch stehen: Es bleibt bei der einen Saisonniederlage gegen Kronshagen. Am kommenden Wochenende hat das Team die Chance, mit einem Heimsieg über Spitzenreiter HSG Ostsee N/G auf den ersten Tabellenplatz zu klettern – auch wenn es schwer wird ohne Torjäger Oeltjen und Kapitän Gosch, die vermutlich beide ausfallen werden.

HSG Eider Harde: Severin, Dobratz – Oettershagen (7/4), Ketelsen, Oeltjen (6), Möller (4), Hohnsbehn (5), Brown (2), Bendixen, Meyer, Fisch (2).

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen