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Landeszeitung

17. Oktober 2017 | 13:57 Uhr

Rendsburg : Public-Wahl-Viewing im Rathaus

vom

22 700 Rendsburger dürfen am Sonntag eine neue Ratsversammlung wählen. Ergebnisse aus erster Hand.

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 08:56 Uhr

Rendsburg | Im Rendsburger Rathaus-Foyer begannen schon gestern die Vorbereitungen für die Wahlparty am Sonntag. Wie auch bei anderen Wahlen üblich werden sich dann vor der großen Leinwand aufgeregte Kandidaten, Symphatisanten der Parteien und interessierte Gäste drängen. Der stellvertretende Wahlleiter Stefan Lohr rechnet gegen 18.45 Uhr mit den ersten Ergebnissen der Kreistagswahl. Danach werden die Stimmen für die Ratsversammlung ausgezählt. Die ersten Zahlen aus den einzelnen Wahlbezirken werden spätestens gegen 19.30 Uhr erwartet. Wenn alle Ergebnisse vorliegen, stehen gleichzeitig auch die ersten 16 neuen Ratsherren oder Ratsfrauen fest: Wer in seinem Wahlbezirk die meisten Stimmen erhält, hat es auf jeden Fall geschafft. Danach wird gerechnet: Nach einem recht komplizierten Verfahren rücken von den jeweiligen Parteilisten weitere Kandidaten in die Ratsversammlung - bis die Zusammensetzung des Gremiums das Stimmverhältnis der einzelnen Parteien widerspiegelt.

Wahlberechtigt sind in Rendsburg 22 700 Einwohner - wie viele davon wirklich ihre Stimme abgeben, wird von Politik und Verwaltung mit einem eher unguten Gefühl beobachtet. Die Kommunalwahl vor fünf Jahren lockte gerade einmal 39,6 Prozent der Stimmberechtigten an die Urnen. Im Wahlkreis 16 (Mastbrook) beteiligten sich nicht einmal 20 Prozent.

Legt man die bisher abgegebenen Briefwahl-Unterlagen zugrunde, könnte das Ergebnis diesmal ein wenig besser ausfallen. 1180 Stimmen waren gestern im Wahlamt des Rendsburger Rathauses registriert - knapp 100 mehr als zum gleichen Zeitpunkt vor fünf Jahren. Ob dies allerdings tatsächlich ein Hinweis auf eine höhere Wahlbeteiligung ist, ist allerdings völlig ungewiss.

Stefan Lohr hat noch einen Tipp für die Wähler in Rendsburg: "Bitte schauen Sie genau auf Ihre Wahlbenachrichtigungen", sagte er, "durch den neuen Zuschnitt der Wahlbezirke haben sich teilweise die gewohnten Wahllokale geändert." Wer also keinen unnötigen Spaziergang zum falschen Wahllokal riskieren möchte, sollte genau hinschauen.

Wie im Rendsburger Rathaus-Foyer bieten auch andere Städte und Gemeinden ein Public-Wahlergebnisse-Viewing an. In den Rathäusern von Büdelsdorf und Osterrönfeld beispielsweise oder in der Kreisverwaltung können Kandidaten und Wähler die Bekanntgabe der Ergebnisse quasi aus erster Hand erleben - und beobachten, wie die unterschiedlichen Kandidaten mit Sieg oder Niederlage umgehen. Für die traditionellen Wahlfeten bleiben die Parteien anschließend aber meist unter sich.

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