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Proteste gegen Kahlschlag bei Telekom-Tochter Vivento

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Beschäftigte der Telekom-Tochter Vivento protestierten gestern Mittag auf dem Paradeplatz gegen die geplante Schließung des Standorts Rendsburg. Die Vivento Costumer Service GmbH in der Wyker Straße hat 150 Mitarbeiter. 50 von ihnen sind derzeit an andere Tochterunternehmen ausgeliehen.

Über die bevorstehende Schließung sind die Beschäftigten nach Angaben von Bente Brandt, Fachsekretärin der Gewerkschaft Verdi, am 25. September informiert werden. Vivento plane eine Neuausrichtung. Danach werden von den bisher 20 Standorten nur Regensburg, Braunschweig, Dortmund, Mannheim und Bremerhaven übrig bleiben. „Rendsburg muss erhalten bleiben, solange bis alle eine dauerhafte Perspektive haben“, forderte der Betriebsratsvorsitzende Bodo Petersen. Eine Weiterbeschäftigung an Standorten wie Bremerhaven oder Braunschweig könne nicht akzeptiert werden. „Ein so langer Weg zur Arbeit ist unzumutbar.“

Von Vivento sei in Aussicht gestellt worden, Mitarbeiter aus Rendsburg in Niederlassungen des Mutterkonzerns Telekom in Kiel, Husum, Flensburg oder Elmshorn zu übernehmen, erklärte Bente Brandt. „Das muss aber zu gleichen oder besseren Arbeitsbedingen erfolgen“, forderte sie. „Wenn sie dort ein Drittel weniger verdienen, lehnen wir das ab.“ Die Vivento Customer Service GmbH ist eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft der Telekom. 2003 wurde das Betriebsgebäude in der Wyker Straße eröffnet. Zeitweise waren hier nach Angaben des Betriebsratsvorsitzenden 500 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Standort Rendsburg solle wegen veränderter Strukturen im Konzern geschlossen werden, erklärte Telekom-Sprecher Christian Schwolow. Rendsburg sei zu klein, der ideale Standort habe 400 Mitarbeiter. Den Beschäftigten sei ein Wechsel nach Bremerhaven angeboten worden. Eventuell könnten auch Arbeitsplätze etwa in Kiel infrage kommen. Zudem könne über Ruhestandsvereinbarungen gesprochen werden. „Das Durchschnittsalter liegt bei 50 Jahren.“ Der Standort Rendsburg werde spätestens Ende 2016 geschlossen, so Schwolow.

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