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Privatschule ohne Pachtvertrag Thema im Ministerium

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Streit zwischen dem Geschäftsführer der Privatschule Mittelholstein und der Stadt Büdelsdorf geht weiter. Nachdem die Landeszeitung über das Auslaufen des Pachtvertrags für das von der Privatschule genutzte Gelände am Lorenzenweg Ende September berichtet hatte, informierte Geschäftsführer Michael Claßen die Eltern über die neue Entwicklung. „Gerne bestätigen wir Ihnen auf diesem Wege die wesentlichen Informationen in dem unten stehenden Artikel“, heißt es in dem Elternbrief, der dieser Zeitung vorliegt.

Darin behauptet Claßen, dass der ursprünglich auf fünf Jahre festgesetzte Pachtvertrag vorzeitig von der Stadt Büdelsdorf gekündigt worden sei. Von einer Verwaltungsklage habe man „des Friedens wegen“ abgesehen.

Claßen versichert den Eltern, dass man daran arbeite, ein weiteres Objekt in der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne – inzwischen „Oktogon“-Gewerbepark – für schulische Zwecke nutzen zu können. „Wir sind in guten Gesprächen, die notwendigen Investitionen bald auslösen zu können“, schreibt Claßen. Seit dem vergangenen Jahr wird die Mittelstufe (Klassen 5 bis 8) in einem renovierten Gebäude an der Schleswiger Chaussee unterrichtet. Dies sei der Stadt Büdelsdorf „zeitnah mitgeteilt worden“, so Claßen und legt nach: „Wir vermuten die Aufgeregtheit, die aus dem Artikel zu lesen ist, ist politischer Natur.“

Bürgermeister Jürgen Hein kündigt ein eigenes Schreiben an die Eltern der Privatschule an. Der Privatschule habe man eine Räumungsfrist von drei Monaten gesetzt. Innerhalb dieser Zeit wolle man versuchen, den Streit ohne rechtliche Schritte zu lösen. Als Stadt wolle man eine Zwangsräumung des Geländes unbedingt vermeiden, so Hein.

Die LZ-Berichterstattung ruft unterdessen das Bildungsministerium in Kiel auf den Plan. „Wir schreiben die Privatschule jetzt an“, sagt Thomas Schunck, Sprecher von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD). „Es gibt ein Interesse zu klären, ob die Privatschule Mittelholstein dauerhaft über eine Betriebsstätte verfügt.“ Dieses sei neben zahlreichen anderen Faktoren Voraussetzung, um unterrichten zu können. Ersatzschulen wie die Privatschule Mittelholstein, die auf ihrer Homepage weder Schülerzahlen noch Namen aus dem Kollegium nennt, unterstehen der Rechtsaufsicht des Landes Schleswig-Holstein und bedürfen einer Genehmigung durch das Bildungsministerium.

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erstellt am 06.Okt.2014 | 17:23 Uhr

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