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Privatschule: Kaum noch Chancen für den Erhalt der Mittelstufe – 66 Schüler müssen gehen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Erleichterung über das Bestreben, die Grundschulen zu erhalten – Betroffenheit über die Entscheidung, die Mittelstufe zu schließen. Das Spektrum der Gefühle war groß auf den Elternversammlungen der Privatschule Mittelholstein am Mittwochabend. Dazu eingeladen hatte der Insolvenzverwalter der Bildungseinrichtung, derRechtsanwalt Reinhold Schmid-Sperber.

Dabei wurde deutlich: Die Eltern der 127 Kinder, die drei Privatgrundschulen in Rendsburg, Neudorf-Bornstein und Gnutz besuchen, können zwar durchatmen, aber noch nicht aufatmen. Denn die Verhandlungen mit dem potenziellen Träger, der die Grundschulen übernehmen will, wurden noch nicht zum Abschluss gebracht. Immerhin: Bei den Eltern entstand nach den Ausführungen des Insolvenzverwalters der Eindruck, dass es sich dabei nur noch eine Formalie handele.

Die Bemühungen der Eltern, die aus Sicht von Schmid-Sperber finanziell nicht tragfähige Mittelstufe mit derzeit 66 Schülern doch noch zu retten, laufen vermutlich ins Leere. Teilnehmer des Elternabends berichteten gegenüber unserer Zeitung, dass das monatliche Defizit zwischen 10  000 und 15  000 Euro liege. Dies könnte zwar grundsätzlich durch die Aufnahme von 30 weiteren Schülern kompensiert werden. Allerdings funktioniere dies nur, wenn die Schüler gleichmäßig auf die Klassenstufen verteilt werden könnten. „Wenn es sich bei den neuen Schülern nur um Fünftklässler handelt, müsste man zweizügig werden und bräuchte mehr Lehrer, dann rechnet sich das wieder nicht“, so der Vater eines betroffenen Kindes.

Nächstes Problem: Viele Grundschüler, die in Neudorf-Bornstein und Gnutz zur Schule gehen, wechseln nach der vierten Klasse auf eine öffentliche Schule. Der Grund: der Betrieb eines Shuttle-Services zur Mittelstufe nach Rendsburg gilt als zu teuer.

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erstellt am 02.Jun.2016 | 18:18 Uhr

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