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Wohnen in der Ex-Kaserne : Preise für Neuwerk-West stehen fest

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Wohnen auf dem Gelände der ehemaligen Eiderkaserne: Das ist stadtnah. Experten ermitteln Bodenwerte zwischen 97 und 137 Euro pro Quadratmeter. Aber im Denkmalschutz-Gebiet besteht hoher Sanierungsbedarf.

Die Grundstückspreise für das Neubaugebiet auf dem ehemaligen Eiderkasernen-Gelände liegen auf dem Tisch: Pro Quadratmeter haben Experten einen Bodenwert zwischen 97 und 137 Euro ermittelt. Auf 19 Hektar – das entspricht etwa 42 Fußballfeldern – sollen 390 Wohneinheiten sowie gewerbliche und kulturelle Einrichtungen entstehen (wir berichteten). Für den westlichen Bereich, der mehr als die Hälfte der Gesamtfläche ausmacht, ist ein Mix aus Mehrfamilien-, Reihen-, Doppel- und Einzelhäusern vorgesehen. Vertreter der Stadt informierten über das Projekt am Montagabend im Hohen Arsenal. Rund 100 Privatleute und Investoren kamen.

Komplizierter als im westlichen ist die Bebauung im östlichen Plangebiet, in dem neben Wohneinheiten die Gewerbe- und Kultureinrichtungen unterkommen sollen. Hier befinden sich verschiedene denkmalgeschützte Objekte, deren Erwerb entsprechend mit Auflagen verbunden ist. Das populärste unter ihnen ist das Eiderschlösschen, das sich in einem schlechten baulichen Zustand befindet. Für eine Nutzung sind umfangreiche Maßnahmen notwendig. Die Vorgaben des Denkmalschutzes müssen dabei eingehalten werden.

Auf breite Kritik stieß am Montag das vorgestellte Wärmeversorgungskonzept. Es sieht eine für alle Bewohner vorgeschriebene zentrale Versorgung vor. „Diese lohnt sich finanziell nur, wenn alle mitmachen“, begründete Thomas Lutz-Kulawik von der IPP Ingenieurgesellschaft den Entwurf. Applaus erhielt ein Zuhörer, der sich dazu kritisch äußerte: Bei einem solchen „Benutzungszwang“ sei man dem Anbieter „auf Gedeih und Verderb ausgeliefert“.

Andere interessierten sich dafür, ob es eine Bebauungspflicht für die Grundstücke gebe. Inken Glüsing, Mitarbeiterin der Firma BIG-Städtebau und verantwortlich für die Vermarktung, sagte hierzu: „Es ist nicht Sinn der Sache, dass die Flächen jahrelang brachliegen. Deshalb ist dieser Punkt ein Kriterium bei der Bewerbung um die Grundstücke.“

Die meist älteren Besucher waren trotz vorgebrachter Skepsis überwiegend angetan von dem Projekt. „Ich finde das Konzept toll für Rendsburg“, sagte Angelika Lienke (60) nach der Präsentation. Auch wenn sie sich Sorgen mache, dass es nicht ausreichend Parkmöglichkeiten an den Straßen geben könnte. „Ich habe drei, vier Bekannte, alle zwischen 50 und 60 Jahre alt, die sagen: ‚Das Dorf habe ich satt‘, und ernsthaft an einem Grundstück interessiert sind.“ Im Rathaus meldeten sich bisher rund 200 Interessenten.

Wann der Startschuss für den Verkauf der Grundstücke fällt, wird die Stadt in den nächsten Tagen bekannt geben. Bis zum Ende des Jahres sollen die Planungen abgeschlossen sein, damit im Frühjahr 2017 mit den ersten Bauarbeiten begonnen werden kann.

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erstellt am 02.Mär.2016 | 17:23 Uhr

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