zur Navigation springen

Osterfest : Predigt-Marathon für die Geistlichen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Wie die Pfarrer und Pastoren neben ihren Andachten in den Rendsburger Kirchen das Osterfest begehen. Evangelische und katholische Christen tauschen Kerzen bei der Lichterfeier am Neuen Rathaus.

von
erstellt am 19.Apr.2014 | 07:45 Uhr

Gründonnerstag, Karfreitag, Ostern – während viele Berufstätige das lange Wochenende zum Ausspannen nutzen, haben die Geistlichen viel zu tun. Die LZ hat vier von ihnen nach ihren Oster-Planungen befragt.

Zu einer Lichterfeier begegnen sich die Gemeinden St. Marien und St. Martin am heutigen Sonnabend um 22 Uhr beim ökumenischen Osterfeuer am Neuen Rathaus. Als Zeichen der Verbundenheit tauschen die evangelischen und katholischen Gemeindeglieder die dort entzündeten handgearbeiteten Kerzen aus und tragen das Osterlicht in ihre Kirchen, wo jeweils ab 22.30 Uhr die Osternacht gefeiert wird. „Wir gehen nach der Lichterfeier immer noch getrennt in unsere Kirchen“, bedauert der katholische Pfarrer Manfred Beuke. Er hoffe, dass sich das ändern wird, denn auch Papst Franziskus habe sich für mehr gemeinsame Gottesdienste ausgesprochen. Im Gemeindezentrum St. Martin wird nach dem Osternachts-Gottesdienst das höchste kirchliche Fest des Jahres weitergeführt. „Miteinander essen und trinken, miteinander sprechen“, steht über der nächtlichen Agapefeier. Für Pfarrer Manfred Beuke bedeuten die Feiertage Gottesdienste in den Kirchen St. Martin und St. Michel sowie in der Hohenwestedter Kirche Heilige Familie. Die wenige freie Zeit nutzt er zum Ausspannen.

In der Kirchengemeinde St. Michaelis in Osterrönfeld hält Pastorin Astrid Halver am Sonntag den Ostergottesdienst. Am heutigen Sonnabend will sie zur ökumenischen Lichterfeier und danach in die Marienkirche. „Als Pastorin komme ich sonst kaum dazu, selbst einen Gottesdienst zu besuchen.“ An den Ostertagen erwartet sie Besuch von ihrer Tochter und ihrem Sohn, die beide in Kiel wohnen. „Wir werden ruhig und hoffentlich bei sonnigem Wetter den Garten genießen“, freut sich die Pastorin auf das Familientreffen.

Der Büdelsdorfer Pastor Rüdiger Einfeldt hat Bereitschaftsdienst. „Wenn die Leitstelle des Rettungsdienstes mich anfordert, stehe ich als Notfallseelsorger bereit“, erklärte Einfeldt. Bei schweren Unfällen oder gar der Überbringung von Todesnachrichten sei das der Fall. Deshalb müsse er jederzeit erreichbar sein und möglichst vor Ort bleiben. Am Ostersonntag hält Pastor Einfeldt um 10 Uhr den Gottesdienst in der Auferstehungskirche. Um 17 Uhr ist er in der Ortsbegegnungsstätte in Rickert, wo es im Gottesdienst um das Thema „Wasser“ geht. Auch Osterbrot essen und Ostereier suchen stehen auf dem Programm. Einige „gute Schokoladeneier“ will sich der Pastor auch gönnen. Dieses Osterfest sei für ihn jedoch vom Notfalldienst geprägt, stellt Einfeldt fest. „Und Weihnachten habe ich wieder Dienst.“

„Gut zu tun“ hat auch Pastor Dr. Stefan Holtmann über die Ostertage. Sechs Gottesdienste hält der Geistliche der Christkirchengemeinde Neuwerk. Die Andacht im Altenheim St. Vinzenz liegt ihm besonders am Herzen, um „an den wichtigen Festtagen die Hoffnungsbotschaft auch zu den alten und kranken Menschen zu bringen“. Trotz der vielen Verpflichtungen geht Holtmann davon aus, noch Zeit zur Erholung zu finden. „Auf jeden Fall für einen ausgedehnten Osterspaziergang mit Frau und Hund.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen