Ausstellung : PopArt und farbige Holzskulpturen

Die Skulpturen von Berthold Gzywatz bestehen aus Holz, das unter den Farbschichten kaum noch als solches zu erkennen ist.  Fotos: R. Frank (2)
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Die Skulpturen von Berthold Gzywatz bestehen aus Holz, das unter den Farbschichten kaum noch als solches zu erkennen ist. Fotos: R. Frank (2)

Lokschuppen im Kreishafen: Kunstmaler Tamer Serbay und Bildhauer Berthold Grzywatz zeigen erstmals gemeinsam ihre Werke.

shz.de von
13. August 2018, 10:58 Uhr

Rendsburg | „Variationen“ lautet der Titel der ersten Gemeinschaftsausstellung von Tamer Serbay (Malerei) und Berthold Grzywatz (Skulptur). Ihre Werke sind unter der Hochbrücke am Kreishafen in der Galerie „Der Lokschuppen“ zu sehen.

Hinterglasmalerei und Skulpturen – auf den ersten Blick scheinen sie nichts gemeinsam zu haben. Und doch gibt es etwas Verbindendes: Die Arbeiten von Tamer Serbay und Berthold Gzywatz sind Beweise gewonnener Kämpfe gegen die Tücke und Eigenschaften des Materials. In den Skulpturen von Grzywatz lässt sich unter massiv aufgetragenen Farbschichten das Grundmaterial „Holz“ kaum noch erkennen. Die Hinterglasmalerei von Tamer Serbay erfordert eine grundsätzlich andere Malweise als üblich: „Was vorn zu sehen ist, muss zuerst gemalt werden!“ Genau umgekehrt ist es bei der Malerei auf Leinwänden. Die Vorlagen seiner Werke, hier hinter dünnem Acrylglas, stammen aus Museen. Sie sind für Kunst-Kenner sofort zu identifizieren.

Augenfälligster Unterschied der Objekte: Sie sind dreidimensional bei Berthold Grzywatz, zweidimensional bei Tamer Serbay. Bezieht man bei ihm zusätzlich die Zeit mit ein, eigentlich aber auch dreidimensional.

Bei beiden Künstler gilt: Sie zeigen nicht das Original im Ursprung. Man ahnt aber, was darunter steckt. Wie im Bild der Bauernmädchen von Camille Pissaro, die Tamer Serbay entsprechend seinem Motto „Crossover – rettet unsere Bilder aus dem Museum“ aus schwarz-weißen Digitalfotografien mit Computer-Nachbearbeitung im Pop-Art-Stil Andy Warhols verfremdet, vervielfältigt und wieder ins tägliche Leben bringt. Während Tamer Sabay Alte Meister in zeitgenössischer Kunst-Art für Jeden zugänglich macht, versteckt Grzywatz den Ursprung seiner Skulpturen.

Die Ausstellung, Am Kreishafen 35, ist freitags von 9 bis 19 Uhr geöffnet, sie endet am 7. September 2018. Zusätzliche Termine können unter Tel. 0 43 31 / 3 39 95 10 oder 0 15 20 / 6 93 44 31 vereinbart werden. Der Eintritt ist frei.

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