zur Navigation springen

Neuordnung : Polizei im Umland postiert sich neu

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Stationen in Osterrönfeld und Fockbek werden aufgewertet – dafür werden Beamte aus Schacht-Audorf, Hamdorf und Hohn abgezogen.

shz.de von
erstellt am 08.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Die Reform war bereits im April vom damaligen Innenminister Andreas Breitner angekündigt worden – seit dieser Woche wird sie umgesetzt: Die Polizei im Umland von Rendsburg hat sich neu organisiert. Der Trend: Kleinere Stationen fallen weg, dafür stehen in den verbleibenden Dienststellen mehr Beamte als bisher zur Verfügung.

Schacht-Audorf hat seit Wochenbeginn keine eigene Polizeistation mehr. Für den persönlichen Kontakt mit den Beamten müssen die Bürger der 4500-Einwohner-Gemeinde jetzt ins benachbarte Osterrönfeld fahren. Die Dienststelle dort wurde aufgewertet. Sie bietet jetzt insgesamt acht Beamten einen Arbeitsplatz. Vorher waren es sechs. Eine Planstelle aus Schacht-Audorf wurde nach Owschlag verlegt. Die Polizeistation Osterrönfeld ist jetzt für einen Bereich mit etwa 18 000 Einwohnern zuständig. Das Einsatzgebiet umfasst Rendsburg-Süd, Osterrönfeld, Westerrönfeld, Schülldorf, Haßmoor, Ostenfeld, Bovenau und Sehestedt.

Ähnlich die Entwicklung nördlich des Kanals: Hier übernimmt die Polizeistation in Fockbek die zentrale Funktion für den Amtsbereich Hohner Harde sowie für Nübbel und Fockbek selbst. 16 000 Menschen leben in diesem Areal. Die kleinen Polizeistationen in Hohn und Hamdorf wurden geschlossen. Alle Planstellen bleiben erhalten. „Die sieben Kollegen treffen sich in Fockbek wieder“, sagt der Leiter des Rendsburger Polizeireviers, Andreas Tix. Aus Sicht des 57-jährigen Polizeihauptkommissars bringt die neue Aufteilung zwei Vorteile mit sich: „Durch die erhöhte Personalstärke in Osterrönfeld und Fockbek ist gewährleistet, dass dort von Montag bis Freitag in der Zeit von 7 bis 19 Uhr immer jemand ansprechbar ist.“ Mit nur zwei oder drei Beamten pro Station sei das organisatorisch nicht immer zu leisten gewesen. „Außerdem ist es jetzt immer möglich, einen Streifenwagen mit zwei Beamten zu besetzen“, so Tix, seit 2007 Revierleiter in Rendsburg. Das mache den Dienst sicherer. Nachts und außerhalb der genannten Zeiten wird der Streifendienst vom Revier Rendsburg aus bestückt. Keine Veränderungen gibt es zunächst in Büdelsdorf, wo drei Beamte in der Ulmenstraße ihre Dienststelle haben.

Der Kritik, das mit der neuen Aufteilung in vielen Orten nun kein „Dorfpolizist“ mehr für die Bürger ansprechbar sei, entgegnet Tix. Von einem Rückzug aus der Fläche könne keine Rede sein. „Wichtig ist, dass die Streifen gut funktionieren und schnell vor Ort sind.“ Der Wegfall der kleinen Stationen habe keine Auswirkungen auf die Sicherheit der Bürger. „So oft hat man uns auf den kleinen Stationen auch gar nicht besucht“, so Tix. „Der normale Bürger muss öfter zum Friseur oder zur Versicherung.“

 

> Polizeistation in Fockbek: Große Reihe 15, Tel. 611 43. Polizeistation in Osterrönfeld: Wehrautal 2, Tel. 880 31. Die Dienststellen sind montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr besetzt. In dringenden Fällen immer 110 wählen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen