Kriminalbericht : Polizei deckt mehr Verbrechen auf

Nicht nur Fingerabdrücke zählen: Moderne Ermittlungsmethoden machen es der Polizei möglich, mehr Straftaten aufzuklären.
Nicht nur Fingerabdrücke zählen: Moderne Ermittlungsmethoden machen es der Polizei möglich, mehr Straftaten aufzuklären.

In Rendsburg-Eckernförde erreichen die Ermittler die zweitbeste Aufklärungsquote aller Kreise. Insgesamt ist die Kriminalität leicht rückläufig.

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18. März 2014, 06:00 Uhr

Die Häufigkeit von Straftaten im Kreis Rendsburg-Eckernförde ist erneut gesunken. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2013 hervor, die vom Landeskriminalamt vorgelegt wurde. Demnach liegt Rendsburg-Eckernförde im Mittelfeld aller Kreise und kreisfreien Städte. Einen Platz weit vorn hat die Polizei jedoch bei der Aufklärungsquote eingenommen: Nur die Neumünsteraner Beamten haben im vergangenen Jahr im Verhältnis aller Straftaten mehr Fälle aufgeklärt.

Die Zahl der bekannt gewordenen Straftaten ist in den vergangenen vier Jahren um mehr als 1500 gesunken. Dieser Rückgang ist kontinuierlich: Während 2010 noch 17 429 Fälle registriert wurden, waren es 2011 nur noch 16 892, im Jahr 2012 noch einmal rund 300 weniger (16 381), und im vergangenen Jahr wurden 15 916 erreicht.

Etwas mehr als die Hälfte der Kriminalfälle wurde im vergangenen Jahr aufgeklärt. Das waren 8525 Straftaten. Die Quote betrug 53,6 Prozent. Ein Jahr zuvor erreichten die Beamten eine Quote von 49 Prozent (insgesamt 8023). 2011 betrug sie noch 48,7 Prozent (insgesamt 8218). Nirgendwo im Land wurden 2013 im Verhältnis zur gesamten Zahl der Straftaten mehr Fälle aufgeklärt als im Kreis Rendsburg-Eckernförde – außer in Neumünster. Die kreisfreie Stadt hatte eine Quote von 63,1 Prozent. Dort wurden 7407 Fälle gelöst. Schlusslicht aller Kreise und Städte war der Kreis Stormarn mit 44,2 Prozent.

Ein anderer Wert zum Vergleich der Kriminalität ist die Häufigkeitszahl. Danach liegt der Kreis auf Platz neun von 15 Kreisen und kreisfreien Städten. Bezogen auf 100 000 Einwohner wurden 2013 im Kreis 5938 Straftaten verübt. Die höchste Zahl wurde in Neumünster mit über 15 000 erreicht, die kleinste mit rund 4600 im Kreis Schleswig-Flensburg. In der Kriminalstatistik weist das Landeskriminalamt darauf hin, dass Ballungszentren stets stärker von Kriminalität betroffen sind als ländlich strukturierte Regionen: Städte entfalten Sogwirkungen – ihnen werden Straftaten zugerechnet, die unter anderem Menschen aus den Umlandgemeinden verüben.

Der Rückgang im Kreis folgt dem Trend im gesamten Land, zum Beispiel wurden viel weniger Motor- und Fahrräder gestohlen. Insgesamt haben Straftaten gegen das Ausländergesetz und Rauschgiftdelikte am stärksten zugenommen. Die Polizeidirektion Neumünster wertet den Kriminalitätsbericht derzeit aus, um den Ursachen der Entwicklung in Rendsburg-Eckernförde auf den Grund zu gehen.

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