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Hilfsaktion : Planschbecken und Babynahrung: Rendsburger übergeben Spenden in Togo

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Andy Vierk und Kama Tcheou suchen noch Unterstützer für ihre nächste Reise nach Afrika.

Hinter Andy Vierk und Kama Tcheou liegt eine aufregende Zeit. Die beiden Rendsburger sind von einer eineinhalbwöchigen Reise nach Togo zurückgekehrt. Nicht als Urlauber, sondern als Helfer waren sie in dem afrikanischen Land: Vierk und Tcheou haben Sachspenden an das Waisenheim Saint Claire in der togolesischen Hauptstadt Lomé übergeben. Bereits im Frühjahr hatten die Rendsburger die private Hilfsaktion gestartet (wir berichteten).

Begonnen hat alles, nachdem Kama Tcheou, der selbst seit 21 Jahren in Deutschland lebt, im April dieses Jahres das Waisenheim besuchte und helfen wollte. Sein Freund Andy Vierk war nach einem Anruf sofort mit von der Partie. Bei Bekannten, Nachbarn und Unternehmen baten die beiden um Unterstützung für das Waisenheim, das sich ausschließlich durch Spenden finanziert. Schnell sammelten sich viele Pflegeprodukte, Zahnbürsten und Zahnpasta, Bastelutensilien und Malbücher an. Im Juli und August wurden die Hilfsgüter auf angemieteten Plätzen in Containern verstaut und verschifft.

Zur Übergabe flogen Tcheou und Vierk nun nach Lomé. „Die Leiterin Aimee Awaté und die Mitarbeiter des Waisenhauses waren von der Vielzahl der Spenden sehr ergriffen“, berichtet Vierk. Für die Erzieherinnen seien drei Kinder-Planschbecken der Höhepunkt gewesen. Besonders wichtig war daneben die Lieferung von einer Tonne Milchpulver. „Das Milchpulver verursacht die größten Kosten“, erklärt Vierk. Der Montageleiter im Milchtrockenwerk (MTW) in Neumünster konnte durch seine beruflichen Kontakte dieses Problem für längere Zeit lösen: Durch die Spende aus Deutschland hat das Waisenheim nun Babynahrung für zwei Jahre.

Für die Rendsburger soll der Aufenthalt nicht der letzte in Togo gewesen sein. Nach dem ersten Bericht in der Landeszeitung habe es eine „tolle Rückmeldung“ gegeben, so Vierk. Viele Babypakete sowie ein Ultraschallgerät seien gespendet worden. Die Hilfsgüter wurden im Oktober verladen und sind nun unterwegs nach Togo. Ankommen werden sie in Lomé vermutlich Anfang Dezember. Dann steht das Frachtschiff noch etwa vier bis fünf Wochen auf Reede im Hafen. Erst danach kommen die Güter an Land.

Tcheou und Vierk wollen die zweite Ladung Sachgüter in den Norden von Togo bringen. Dafür wollen sie erneut nach Afrika fliegen. „Es gibt vor Ort viel zu organisieren. Wir wollen sicherstellen, dass die Spenden gut ankommen“, sagt Vierk. Allerdings stoßen die Rendsburger inzwischen an finanzielle Grenzen. Ein weiteres Mal können sie die Flüge nicht aus eigener Tasche bezahlen. „Für die zweite Aktion benötigen wir noch Unterstützung“, so der 47-Jährige.


> Wer helfen möchte, kann sich an Andy Vierk wenden, Tel. 01 79/7 05 97 04.

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erstellt am 17.Nov.2014 | 19:28 Uhr

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