Suche nach neuem Leiter : Plan für die Zukunft des CTR-Blasorchesters steht

Musikförderer: Mitglieder der Vogelschützengilde und des Lions-Clubs Rendsburg-Königsthor wollen die Nachfolge von Dirigent Kai Radzanowski (vorn) sichern: Eike Petersen, Jörg-Peter Böhrnsen, Fritz-Achim Pinkenburg, Hans von Fehrn-Stender und Bernhard Scheil (von links).
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Musikförderer: Mitglieder der Vogelschützengilde und des Lions-Clubs Rendsburg-Königsthor wollen die Nachfolge von Dirigent Kai Radzanowski (vorn) sichern: Eike Petersen, Jörg-Peter Böhrnsen, Fritz-Achim Pinkenburg, Hans von Fehrn-Stender und Bernhard Scheil (von links).

Kai Radzanowski wird pensioniert / Vogelschützengilde und Lions-Club Rendsburg-Königsthor sagen Hilfe zu

Zum ersten Mal probte das CTR-Jugendblasorchester öffentlich: Mit dieser Premiere wollten sich die Musiker und die Schulleitung bei ihren Förderern bedanken. Denn die Altstädter Vogelschützengilde und der Lions-Club Rendsburg-Königsthor werden die Schule in den nächsten Jahren finanziell unterstützen, damit nach der Pensionierung des langjährigen Orchesterleiters Kai Radzanowski das Orchester weitergeführt werden kann.

Im Sommer 2018 wird Kai Radzanowski nach 35 Jahren Schuldienst und Orchesterleitung in den Ruhestand verabschiedet. Unklar ist, ob es dann genügend Planstellen und einen Musiklehrer gibt, um die regelmäßigen Proben des Orchesters donnerstags (18 Uhr) in der Christian-Timm-Schule fortzusetzten. Bis dahin bleibt es eine spannende Zeit für den Schulleiter Eike Petersen: „Erst im Mai weiß ich, wie viele Schüler wir im kommenden Schuljahr haben werden. Davon hängt ab, ob es dann noch die Planstelle für den ausscheidenden Musiklehrer gibt.“ Eine Ungewissheit, die weder die Schule noch die engagierten Mitspieler des Orchesters verdient haben. Grund genug für Fritz-Achim Pinkenburg vom Lions-Club-Rendsburg-Königsthor und Bernhard Scheil von der Altstädter Vogelschützengilde, die Finanzierung der weiteren Probenarbeit und damit den Fortbestand des Aushängeschildes der Christina-Timm-Schule zu sichern.

In kleiner Runde hatten sie vorab mit dem Schulleiter Eike Petersen vereinbart, die Kosten für einen Nachfolger-Dirigenten zu übernehmen. „Ideal wäre es, einen Musiklehrer-Kollegen zu finden, der an der Schule unterrichtet und das CTR Jugendblasorchester weiter leitet, aber Musiklehrer sind knapp und ob die Schülerzahl für eine Stelle ausreichen wird, steht noch nicht fest.“

Wie richtig und wichtig Musikunterricht ist, an dem Schüler freiwillig teilnehmen, zeigten etwa 20 Schüler bei der öffentlichen Probe in der Mensa der Christian-Timm-Schule. Es war eine lehrreiche Stunde, auch für das Publikum: Man erfuhr, wie lang und mühsam der Weg zum schönen und richtigen Klang ist, wie die Stimmung der Instrumente den Klang beeinflusst und mit welcher Konzentration die jungen Mitglieder des Orchester – etwa je zur Hälfte Jungs und Mädchen – bei der Sache sind.

Musste man beim ersten Versuch eine Melodie mehr ahnen und raten, wuchsen die Stimmen im Laufe der Probe immer mehr zusammen. Oft sang Kai Radzanowski vor, wie es klingen sollte, spielte den Teil auch mit der Trompete vor. So entstand unter seiner Leitung das, wofür das CTR Jugendblasorchster bekannt ist: Klänge und Rhythmen, die begeistern. Wie in „Apache“ oder dem „Fluch der Karibik“. Damit zeigten die Orchestermitglieder, was möglich ist und was in den Stücken steckt – und dass sie jede Unterstützung verdient haben. Das war auch als ein Dankeschön für Schüler, Eltern und Lehrer zu verstehen, die ebenfalls und meist unbemerkt, das CTR Jugendblasorchester unterstützen.

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