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Hohenwestedt : Pläne schmieden bei Neujahrsempfang

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Hohenwestedt-Woche soll dank Podiumsdiskussion noch attraktiver werden. Feuerwehr bekommt im März die erste Drehleiter.

Premiere im Sport- und Jugendheim: Mehr als 100 Gäste sorgten beim ersten Neujahrsempfang von Hohenwestedt-Marketing für einen zufriedenstellenden Besuch. Vereins-Chef Volker Bünning kündigte bei dieser Gelegenheit als Neuerung eine Podiumsdiskussion zur Hohenwestedt-Woche an, der stellvertretende Bürgermeister Udo Ahlf berichtete über die Planung eines neuen Baugebiets, und Klaus-Peter Lucht forderte die Aufhebung des Russland-Embargos.

„Unser Neujahrsempfang soll kein Ersatz und auch keine Konkurrenzveranstaltung für unsere Sommergespräche sein“, betonte der Vorsitzende von Hohenwestedt-Marketing, Volker Bünning, „wir wollen vielmehr in diesem Kreis die ein oder andere Begebenheit des vergangenen Jahres Revue passieren lassen und außerdem die Herausforderungen des neuen Jahres beleuchten, und uns darüber austauschen.“ Für seinen eigenen Verein habe 2015 eine „ganz wichtige strukturelle Veränderung“ mit sich gebracht, vermerkte Bünning: „Der Zusammenschluss von Verkehrsverein und Hohenwestedt-Marketing wurde so reibungslos und harmonisch vollzogen, dass anschließend Hohenwestedt-Woche und Weihnachtsmarkt in bewährter Weise stattfinden konnten.“ Um die Attraktivität der Hohenwestedt-Woche noch weiter zu steigern, will man Ende Februar oder Anfang März eine Podiumsdiskussion veranstalten, bei der Vorschläge zum Programmablauf gesammelt werden sollen. Gastgeber der Sommergespräche wird in diesem Jahr die Sparkasse sein – „ob noch als Sparkasse Hohenwestedt oder schon als Förde-Sparkasse, bleibt abzuwarten“, meinte Bünning.

Auch das „Spektakel op Platt“ soll im Herbst 2016 wieder über die Bühne gehen. Hinter die nächste Hohenwestedt-Messe, die turnusmäßig 2017 wieder an der Reihe wäre, setzte der Vorsitzende ein mittelgroßes Fragezeichen. „Weil uns die ehemalige Tennishalle nicht mehr zur Verfügung steht, müssen wir einen anderen Standort finden, und das ist nicht so ganz einfach“, erklärte Bünning, „wir sind jetzt in der Findungsphase und denken intensiv darüber nach, ob wir eine solche Veranstaltung noch weiter organisieren können.“

Im März soll die erste Drehleiter der Hohenwestedter Feuerwehrhistorie präsentiert werden, kündigte der stellvertretende Bürgermeister Udo Ahlf an: „Und bis dahin soll auch die Errichtung einer neuen Feuerwehrhalle für die Drehleiter abgeschlossen sein.“ Die Teilnahme am Städtebauförderungsprogramm sei für Hohenwestedt von großem Vorteil, befand Ahlf: „Wir wollen die Lebensqualität der Bevölkerung und deren Identifikation mit der Gemeinde verbessern, und eine attraktive Ortschaft stiftet zudem unmittelbaren wirtschaftlichen Nutzen.“

Als Gastredner für den ersten Neujahrsempfang war Klaus-Peter Lucht eingeladen. Sein Thema: „Die Situation der Landwirtschaft in Hohenwestedt und Umgebung“. Auch die örtlichen Bauern seien mittlerweile „im globalen Markt angekommen“, stellte der Vorsitzende des Kreisbauernverbands fest und kritisierte das Russland-Embargo: „Importverbote sind für niemanden gut und dürfen kein Dauerzustand sein.“ Die Landwirte hätten in den vergangenen Jahren „einen großen Fehler gemacht“, so Lucht: „Die Betriebe sind gewachsen, die Maschinen immer größer geworden, aber wir haben niemandem erklärt, warum das so sein musste.“ Nachdem die Milchbauern „über 30 Jahre ein Quotensystem hatten, das auch nicht funktioniert hat“, leiden sie nun unter einem rapiden Preisverfall auf dem Markt. „Wir als Bauern müssen lernen, wieder mit der freien Marktwirtschaft umzugehen“, forderte Lucht, „wir hoffen, dass sich Angebot und Nachfrage irgendwann so einpendeln, dass wir wieder vernünftige Preise bekommen.“



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