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Oldtimer-aktion : Pflug-Schau mit dem Sound des Bären

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Mehr als 30 alte Traktoren waren nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Arbeiten nach Börm gekommen. Zehn Hektar Maisanbaufläche wurden „schwarz gemacht“.

Zum zweitem Mal hatten Andreas Fedde, Heinz-Jürgen Sohrt und Henning Schlüter – Oldtimerfreunde aus Börm – zu einem Treckerpflügen eingeladen. Aus einem Umkreis von 30 Kilometern kamen die stolzen Besitzer von alten, liebevoll gepflegten Zugmaschinen angefahren: aus Schwabstedt, Wohlde, Bergenhusen, Dörpstedt, Hohn, Bergenhusen und Tetenhusen. Alle hatten ihre mechanischen Pflüge mitgebracht, manches Gespann wurde auch auf Tiefladern transportiert.

Es gibt viele Freunde alter landwirtschaftlicher Maschinen. Besonders die Trecker, die in den 50er und 60er Jahren die Arbeitspferde nach und nach ablösten, sind Nostalgikern ans Herz gewachsen. Denn in den Dörfern sind doch viele der heute noch aktiven Landwirte mit diesen Maschinen aufgewachsen.

Wenn zu Veranstaltungen mit Oldtimertrecker eingeladen wird, kommen sie alle. So war es auch in Börm. An die 35 Trecker kamen – darunter Modelle von Lanz-Bulldog über Eicher, Fendt, Dieselroß, Deutz, Güldner, Allgaier, Ursus und Porsche. Ältester Trecker war ein „Allgaier“ aus dem Jahr 1949.

Die Trecker wurden nicht nur zur Besichtigung ausgestellt, sondern sie mussten auch arbeiten. Eine Vielzahl verschiedener Pflugformen wurden vorgeführt. Angefangen vom Einscharpflug, der von einem kleinen Trecker gezogen wurde und noch von einer mitlaufenden Person gelenkt und geführt werden musste, bis hin zu mechanischen Mehrschalenpflügen.

Schnell waren die Trecker zum Pflügen gerüstet, so waren zehn bis 15 Trecker immer gleichzeitig am Ackern auf einem zehn Hektar großen abgeernteten Maisfeld, das bald umgepflügt war. Für die vielen Zuschauer war die Pflugvorführung bei bestem trockenem Herbstwetter ein besonderes Erlebnis. In Gruppen standen die Fans vor den Oldtimern und führten Fachgespräche, Erinnerungen wurden aufgefrischt. Man erfreute sich am Klang der Motoren, gerade der Einzylindermodelle wie Lanz-Bulldog oder dem polnischen Nachbau „Ursus“ mit einem Zehn-Liter-Motor aus dem Jahre 1950, der „Bär“ unter den klangvollen Ein-Zylindern.

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