Seniorenanlage : Pflege-Riese „Alloheim“ zieht ins Hertie-Haus

Glückliche Gesichter nach der Unterzeichnung des Mietvertrags: Bürgermeister Pierre Gilgenast, die Investoren Matthias Martensen, Hermann Höft und John Schaffer sowie „Alloheim“-Regionalleiterin Nicole Kießling und Mitarbeiter Waldemar Schuchardt (von links) stehen vor dem ehemaligen Hertie-Haus.

Glückliche Gesichter nach der Unterzeichnung des Mietvertrags: Bürgermeister Pierre Gilgenast, die Investoren Matthias Martensen, Hermann Höft und John Schaffer sowie „Alloheim“-Regionalleiterin Nicole Kießling und Mitarbeiter Waldemar Schuchardt (von links) stehen vor dem ehemaligen Hertie-Haus.

Im Februar 2020 will das Düsseldorfer Unternehmen ein Seniorenanlage mit 110 Betten eröffnen.

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14. Dezember 2017, 17:26 Uhr

Einer der größten Pflegeanbieter Deutschlands will in Rendsburg im ehemaligen Hertie-Haus ein Altenheim mit 110 Betten betreiben. Das Unternehmen „Alloheim Senioren-Residenzen“ mit Sitz in Düsseldorf möchte es im Februar 2020 eröffnen. Gestern trafen sich Regionalleiterin Nicole Kießling, Waldemar Schuchardt aus der „Alloheim“-Abteilung Expansion sowie die Investoren John Schaffer, Matthias Martensen und Hermann Höft von der Altstädter Markt GmbH zur Unterzeichnung des Mietvertrags. Er läuft über 20 Jahre.

„Als Herr Schaffer uns im vorigen Jahr das Angebot unterbreitete, waren wir glücklich. Der Standort ist perfekt: Wir wollen, dass die Leute am Leben teilhaben können“, sagte Schuchardt. Daher soll im Erdgeschoss am Altstädter Markt ein Café für Bewohner und Passanten eingerichtet werden.

Das Unternehmen beschäftigt knapp 15 000 Mitarbeiter und betreibt bundesweit 170 Häuser, davon 15 in Schleswig-Holstein. Es will in Rendsburg 90 bis 110 Mitarbeiter einstellen. „Unsere Analyse hat gezeigt: Die Wettbewerber sind voll ausgelastet“, erläuterte Schuchardt. Auch mit dem neuen Haus werde es noch Bedarf an Pflegeplätzen in Rendsburg geben. Wie berichtet, baut das Hamburger Unternehmen „Kervita“ auf dem Gelände des abgerissenen Christophorushauses an der Berliner Straße ein Heim mit 120 Einzelzimmern. Sollte ein Bürgerentscheid am Sonntag, 11. Februar, die geplante Privatisierung des Seniorenheims „Neue Heimat“ stoppen, wird es um 40 Betten erweitert. In Rendsburg stünden in näherer Zukunft zusätzliche 270 Pflegebetten bereit.

Wie berichtet, lassen die Investoren das leerstehende Kaufhaus ab Ende Januar bis auf das Stahlskelett auseinandernehmen. Hermann Höfts Bauunternehmen wird es neu aufbauen. Der Anblick wird sich völlig verändern. Der Durchgang vom Altstädter Markt zur Marienkirche soll um drei Meter breiter werden. Die Front des Erdgeschosses am Altstädter Markt wird ebenfalls um einige Meter nach hinten versetzt. Davor soll ein überdachter Arkadengang verlaufen. Da die Investoren keinen Betreiber für einen Supermarkt fanden, verzichten sie auf eine Tiefgarage mit zehn Plätzen. Stattdessen können die Besucher im Keller ihre Habseligkeiten lagern. Nach neuster Planung soll der Eingang am Altstädter Markt an derselben Stelle wie der Zugang zum Hertie-Haus liegen. In das Erdgeschoss sollen ein Friseur und Einzelhändler einziehen. Dort ist auch Platz für eine Rezeption, Funktionsräume und einen Speisesaal an einem Lichthof. Auf drei Etagen entstehen insgesamt 88 Einzel- und elf Doppelzimmer. Es gibt Dachterrassen zum Lichthof und mit Blick auf die Obereider. Die Investoren wollen inklusive Kauf, Rück- und Neubau 15 Millionen Euro ausgeben. Sie stellen das Pflegeheim „löffelfertig“ bereit, also inklusive Einrichtung.

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