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3. Handball-Liga der Frauen : Peters verhindert OKT-Pleite in Wismar

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der 3. Handball-Liga der Frauen musste sich die HG OKT mit einem glücklichen 22:22 bei der TSG Wismar begnügen. Den Ausgleichstreffer für die Gäste erzielte Franziska Peters zwei Sekunden vor dem Abpfiff.

Mit wenig Torgefahr haben sich die Drittliga-Handballerinnen der HG OKT in ihrem Gastspiel bei der TSG Wismar gezeigt. In einer Partie, die von Kampf und Spannung bis zur buchstäblich letzten Sekunde geprägt war, reichte es für die Mannschaft von Trainer Vagn Hansen am Ende zu einem leistungsgerechten 22:22 (12:12)-Unentschieden.

660 Zuschauer in der Sporthalle zu Wismar gaben dem Match zwischen dem Tabellensiebten und -vierten einen würdigen Rahmen. Obwohl OKT das Hinspiel in eigener Halle noch klar mit 29:21 für sich entscheiden konnte, versprach die Partie im Vorwege einiges an Würze. Das Spiel begann auf Seiten der OKT sehr unkonzentriert: Die Pässe zu Gegenstößen wurden nicht gefangen oder landeten im Aus, und Torchancen wurden leichtfertig vergeben. Auch die beiden Torfrauen konnten nicht an ihre guten Leistungen aus den vorherigen Partien anknüpfen. Ihnen gegenüber konnte TSG-Torfrau Antje Borkowski viele Angriffsversuche der OKT-Angreiferinnen parieren. Sie wurde regelrecht warm geworfen und wuchs dann über sich hinaus.

Nach der Pause zeigte sich beim Stand von 12:12 zunächst keine Veränderung. Erst nach dem verwandelten Siebenmeter zum 16:19 (41.) von Kristin Machau holten die Gäste wieder auf. Geburtstagskind Raphaela Steffek (wurde am Sonnabend 21) egalisierte zum 19:19 (51.). Die Partie war wieder offen. Beim Stand von 22:21 für Wismar fasste sich Franziska Peters zwei Sekunden vor dem Abpfiff ein Herz und „peitschte“ den Ball unhaltbar ins gegnerische Tor. Damit hatte sie ihrer Mannschaft zumindest das Unentschieden gerettet. Trotz des späten Ausgleichs entpuppten sich die Wismar-Fans als faire Sportsfreunde. Statt dem Frust über das 22:22 freien Lauf zu lassen, spendeten sie reichlich Applaus für eine ansprechende Leistung ihrer Mannschaft.

„Wir können froh sein, einen Punkt mitgenommen zu haben“ gab Vagn Hansen zu: „Keine meiner Spielerinnen hatte Normalform.“ Besonders bemängelte der HG-Trainer die vielen „weggeworfenen Bälle“ gleich zu Beginn des Spiels auf Augenhöhe. Zwar zeigten sich die Schleswig-Holsteinerinnen zum Ende der Partie mit einem riesigen Kämpferherz und drehten ein fast verloren geglaubtes Spiel noch herum, doch die Chancenverwertung entsprach nicht den eigenen Ansprüchen. Der mit Ablauf der Saison scheidende TSG-Trainer Ronald Frank sprach in der Pressekonferenz von einem nie für möglich gehaltenen Punktgewinn seines Teams, das sich bei Torfrau Antje Borkowski bedanken könne.


HG OKT: Lobstaedt, Fasold – Seidel (4/1), Küppers, K. Rohwer (4), Steffek (5), Pahl (2), Linke (1), Peters (6), Machau (2/2), Lübker, Janeckova (2).

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