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Fussball : Personalnot beim BTSV: Kock hofft auf Schnee

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Büdelsdorfer Trainer übt sich angesichts vieler Ausfälle in Galgenhumor. Auch beim OTSV fallen drei weitere Stammkräfte aus. Rendburger TSV will Spitzenposition verteidigen.

Am 5. Spieltag der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost haben sowohl der Büdelsdorfer TSV als auch der Osterrönfelder TSV mit argen Personalproblemen zu kämpfen. Spitzenreiter Rendsburger TSV will nach der 1:2-Niederlage vor Wochenfrist wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.

Trotz der Verletztenmisere hat Frank Kock sein Lächeln nicht verloren. Der BTSV-Trainer nimmt die Situation mit Galgenhumor: „Vielleicht gibt es ja einen Schneeeinbruch und das Spiel muss abgesagt werden.“ Falls der Winter noch ein paar Tage auf sich warten lässt, muss die Kock-Elf heute ab 15 Uhr beim Gettorfer SC (12.) ran.

Am Osterrönfelder Bahndamm geht die Mannschaft von Trainer Olaf Lehmann ebenfalls personell auf dem Zahnfleisch. Nach nur drei Punkten aus vier Partien benötigt der OTSV dennoch einen Erfolg gegen den MTV Dänischenhagen (11.), um nicht gleich in den Tabellenkeller zu rutschen.

Die Torfabrik des Rendsburger TSV (13 Treffer) will gegen den Tabellenfünften Eckernförder SV wieder auf Hochtouren laufen. Durch die 1:2-Pleite beim TSV Bordesholm kam zuletzt aber reichlich Sand ins Getriebe des Spitzenreiters.

Rendsburger TSV – Eckernförder SV (heute, 14 Uhr)

An der ersten Saisonniederlage gegen den TSV Bordesholm hatte RTSV-Trainer Christian Heider zu knabbern. Zwar blieb seine Mannschaft Spitzenreiter, aber Heider war vor allem mit der Chancenverwertung seiner bis dahin so torgefährlichen Mannschaft überhaupt nicht zufrieden: „Da hat es uns am Ende dann auch nichts genutzt, dass wir spielerisch die bisher beste Leistung geboten haben.“

Im Heimspiel gegen den Eckernförder SV, den der Rendsburger Coach zu den besten fünf Mannschaften der Klasse zählt, ist der Blick wieder nach vorne gerichtet. Eine grundsätzliche Kritik an der Offensivleistung wäre eh fehl am Platze, denn mit 13 Treffern aus vier Partien stellt der RTSV den torgefährlichsten Angriff der Liga.

„Der ESV ist eingespielt. Da wird es schwer in der Abwehr die nötigen Freiräume zu finden“, erklärt Heider. Die Defensive der Gäste könnte aber nicht so stabil wie gewohnt stehen, denn neben dem gesperrten Hennig Ströh wird beim ESV auch der zweite etatmäßige Innenverteidiger Frank Mettig fehlen. Im Angriff gilt es die Kreise von Stürmer Victor Buchholz, der bereits fünf Mal getroffen hat, einzuengen. Im Mittelfeld zieht der umsichtige Arne Meggers die Fäden.

RTSV-Trainer Heider muss auf Marcell Voss (verletzt), Jan-Ole Bruhns (krank) und Malte Hehlert (Urlaub) verzichten.

Gettorfer SC – Büdelsdorfer TSV (heute, 15 Uhr)

Obwohl die Gettorfer erst eine Partie gewinnen konnten, wäre der Büdelsdorfer TSV mit einem Unentschieden zufrieden. Doch die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Abschneiden am Ringweg sind alles andere als rosig und treiben Coach Frank Kock Sorgenfalten auf die Stirn: „Angesichts unserer immensen Personalsorgen würden wir mit einem Remis sehr gut leben können.“ Dass gleich sechs Stammkräfte nicht zur Verfügung stehen, nimmt Kock mit Ironie: „Insgeheim hoffe ich darauf, dass der Platz des Aufsteigers aufgrund von starken Schneefällen unbespielbar sein wird.“

Obwohl die Personaldecke beim BTSV mehr als dünn ist, will die Kock–Elf in Gettorf mutig auftreten. „Gegen die traditionell robust agierenden Gettorfer, gegen die wir in der Vergangenheit ohnehin immer so unsere Probleme gehabt haben, müssen wir den Ball laufen lassen und uns nicht so sehr in unnötige Zweikämpfe verwickeln lassen“, gibt Kock die Richtung vor. Diese Marschroute sollen die Akteure, die in den ersten vier Saisonpartien noch nicht viele Spielanteile erhalten haben, umsetzen. „Eigentlich stellt sich die Mannschaft jedoch von alleine auf“, so Kock. Spielgestalter Christer Reiser wird ebenso fehlen wie die verletzten Florian Voigt, Mats Henke, Dennis Rechner und Niklas Knutzen. Hinzu ist Außenverteidiger Kim Bornholdt immer noch rotgesperrt. Die Zielsetzung für das Restpersonal ist klar formuliert: Nicht verlieren und den heutigen Gegner weiter hinter sich lassen

Osterrönfelder TSV – MTV Dänischenhagen (heute, 15.30 Uhr)

Der MTV Dänischenhagen war die letzte Mannschaft, die sich für die Verbandsliga Nord-Ost qualifiziert hat. Daraus abzuleiten, dass ein Team wie der Osterrönfelder TSV gegen so einen Gegner zwingend drei Punkte einfahren müsste, wäre aber fatal. Zumal der OTSV in den bisherigen Partien zumeist nicht überzeugen konnte. Die vermeintlichen Abgesänge auf seine Mannschaft überhört Trainer Olaf Lehmann ganz einfach: „Selbst wenn wir heute nicht gewinnen sollten, bricht keine Welt zusammen.“ Ein Alibi aber will er seinen Spielern auch nicht liefern. „Die Situation ist eng, aber wir müssen durch diese Schweinezeit durch und Gas geben. Ich bin davon überzeugt, dass wir gegen Dänischenhagen drei Punkte holen“, sagt Lehmann voller Optimismus. Aus der Personallage speist sich diese Zuversicht bestimmt nicht, denn mit Abwehrchef Felix Mosebach (privat verhindert), Mittelfeldspieler Sebastian Brütt (Urlaub) und Offensivkraft Hauke Horstmann (Zahn-OP) fallen drei weitere Stammkräfte aus. Aber wo sich so mancher Kollege beklagt, packt Lehmann die Kampfeslust: „Wir werden schon eine schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken.“ Die sollte dann tunlichst etwas Zählbares gegen den Aufsteiger holen, um den Druck am Bahndamm nicht weiter anwachsen zu lassen.

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erstellt am 30.Aug.2013 | 20:00 Uhr

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