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Beste Voraussetzungen : Perfekte Lage und ein eigener Hafen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ab 2017 steht das neue Gewerbegebiet unweit des Rendsburg Ports für Firmen zur Verfügung. Neue Straße wird im Frühjahr gebaut.

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2016 | 09:27 Uhr

An der Bundesstraße 202 soll ab dem kommenden Jahr eines der größten Gewerbegebiete der Region mit Leben gefüllt werden. 80 Hektar stehen an der Schnittstelle der Stadt Rendsburg und der Gemeinde Osterrönfeld zur Verfügung. Größtes Plus des Areals ist die verkehrliche Anbindung: Die Autobahn 7 ist nur fünf Kilometer entfernt, der Schwerlasthafen sogar nur ein paar hundert Meter.

Auch wenn das Gebiet bisher vor allem aus grünen Wiesen besteht: Ein Anschluss an die Bundesstraße ist bereits vorhanden, auch eine Brücke über die B202 existiert. Letztere ist keine gewöhnliche. Um schwerste Lasten vom künftigen Gewerbegebiet zum Hafen und umgekehrt bringen zu können, wurde die Überführung besonders stabil konstruiert. Im Frühjahr werden die Arbeiten an der Infrastruktur fortgesetzt. Eine der wichtigsten Erschließungsstraßen soll gebaut werden. „Derzeit müssen wir noch Details über den Verlauf und die Ausgestaltung klären“, sagt Klaus Brunkert, Aufsichtsratsvorsitzender der Rendsburg Port Authority (RPA). Die Gesellschaft ist Eigentümerin des Schwerlasthafens und wird gemeinsam getragen von der Stadt Rendsburg, der Gemeinde Osterrönfeld und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Zudem soll die RPA dafür sorgen, Firmen das Gewerbegebiet schmackhaft zu machen.

Dabei werden die Belange des eigenen Hafens nicht aus dem Blick verloren. „Natürlich wollen wir vorwiegend Unternehmen ansiedeln, die den Schwerlasthafen nutzen“, so Brunkert. Im Hinblick auf mögliche Neuansiedlungen gibt sich der CDU-Ratsherr jedoch zugeknöpft. „Ich werde erst dann darüber reden, wenn alles in trockenen Tüchern ist.“ Allerdings bestätigt Brunkert, dass es Gespräche mit potenziellen Interessenten bereits gebe. Diese Verhandlungen befänden sich in einem sehr frühen Stadium.

Das Areal ist zwar insgesamt 80 Hektar groß, vermarktet werden können aber nur etwa 55 Hektar. Die verbleibenden 25 Hektar sind für Straßen und Wege vorgesehen, außerdem für einen Lärmschutzwall zwischen den künftigen Firmengrundstücken und den Wohngebieten Osterrönfelds. In direkter Nachbarschaft zur Gemeinde sollen kleine Firmen bei der Grundstücksvergabe zum Zuge kommen, während die Parzellen weiter westlich für größere Unternehmen vorgesehen sind. Die Grundflächenzahl liegt bei 0,8. Das bedeutet: 80 Prozent der Fläche eines Grundstücks dürfen bebaut werden. Das ist das Maximum dessen, was der Gesetzgeber in Gewerbegebieten zulässt.

Seit mehr als zehn Jahren befassen sich Verwaltungen und Kommunalpolitiker mit der Idee, ein Gewerbegebiet für Firmen auszuweisen, die den Schwerlasthafen nutzen wollen. 2005 beschloss die Ratsversammlung den „Bebauungsplan Nr. 79“ mit der sperrigen Bezeichnung „Gewerbegebiet Bischofskamp, B202-Süd“. Auch die Gemeinde Osterrönfeld machte ihre entsprechenden Hausaufgaben. Eine erfolgreiche Vermarktung des Gewerbegebietes ist wichtig für die weitere Entwicklung des Schwerlasthafens. Dieser macht aktuell einen Verlust von einer Million Euro im Jahr. Ins Kontor schlagen dabei die Raten für die Kredite, die für seine Errichtung aufgenommen werden mussten. Diese werden von Jahr zu Jahr weniger, gleichzeitig soll durch neue Firmen im Gewerbegebiet die Auslastung des Hafens gesteigert werden. Beide Faktoren zusammen sollen den Rendsburg Port im Jahr 2021 in die schwarzen Zahlen katapultieren.

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