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Rendsburg-Eckernförde : Pendlerin testete E-Auto: Technik nicht ausgereift

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Janina Eimert aus Wapelfeld kritisiert geringe Reichweite und hohe Kosten.

Zu geringe Reichweite, zu wenig Aufladestationen und zu hohe Anschaffungskosten: Das sind die Gründe, warum Janina Eimert derzeit noch nicht in Erwägung zieht, vollständig auf ein Elektroauto umzusteigen. Die Diplom-Verwaltungswirtin hat als „ePendlerin“ an einer landesweiten Aktion teilgenommen und war eine Woche nur elektrisch unterwegs.

Anfang September hatte sie sich um einen Platz als Testfahrerin bei der Kampagne „ependler – elektromobil unterwegs“ beworben, und am 26. September nahm sie beim Start der Aktionswoche in Kiel mit den übrigen Teilnehmern ihr Elektroauto in Empfang: einen Citroën C Zero. „Nach der Einweisung konnte ich direkt losdüsen“, berichtet Janina Eimert. Die ersten Eindrücke waren positiv: „Für mich war die Automatik sehr ungewohnt, aber es war insgesamt ein sehr angenehmes Fahrgefühl.“

„Schon ganz schön cool“ fand die Wapelfelderin die für sie neue Erfahrung des geräuschlosen Fahrens: „Es piept nur, und man weiß: Das Fahrzeug ist an.“ Die Beschleunigung des kleinen Elektro-Flitzers sei beachtlich: „Da passiert ordentlich was – man hat schnell richtig Speed.“ Mit Musik aus dem Radio und Frischluft aus dem Gebläse düste Janina Eimert mit ordentlicher Geschwindigkeit auf die Autobahn, bis ein Blick auf die Reichweitenanzeige für Ernüchterung sorgte. „Im Internet war von 150 Kilometern Reichweite die Rede“, sagt die Testfahrerin, „aber mein Auto zeigte nur 100 Kilometer an. Kurz nachdem ich losgefahren war, waren es sogar nur noch 87 Kilometer.“ Radio und Gebläse stellte sie sofort ab, um Strom zu sparen. „Ich hatte Angst, dass ich es von Kiel nicht bis nach Hause schaffe“, erzählt Janina Eimert, „darum bin ich mit 80 Kilometern pro Stunde über die Autobahn geschlichen.“

Ursprünglich war für den zweiten Testtag ein Ausflug mit dem Elektroauto nach Hamburg geplant. „Aber die Idee haben wir dann schnell verworfen.“ Eine Internetrecherche hatte ergeben: „In Hamburg ist das Angebot an Ladestationen sehr eingeschränkt.“ Anfang der Woche startete dann das eigentliche „ePendeln“: die täglichen Fahrten von Wapelfeld zur Arbeit im Jugendamt in Itzehoe und zurück. Zweimal 25 Kilometer pro Tag. Abends kam der Citroën an die Steckdose. „Morgens war das Auto dann wieder voll aufgeladen“, so Janina Eimert. Im „ePendler“-Einsatz habe sich der Wagen bewährt, bilanziert sie: „Für solche Touren zur Arbeit ist ein Elektroauto völlig ausreichend.“

In absehbarer Zeit will Janina Eimert noch nicht auf Elektroantrieb umsteigen. Aber vielleicht später: „Wenn es mehr Ladestationen gibt und die Reichweite der Elektroautos größer wird, ist das definitiv eine Überlegung wert.“

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erstellt am 06.Okt.2014 | 06:00 Uhr

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