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Nortorf : „Pellhuhn“ wird ein Fernsehstar

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das NDR-Fernsehen drehte eine Reportage über die Schildkrötenauffangstation in Nortorf. Moderator Philipp Jeß entpuppte sich als Schildkrötenfan.

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erstellt am 16.Aug.2014 | 06:00 Uhr

Mit Schweißperlen auf der Stirn hebt Philipp Jeß die gut 30 Kilogramm schwere Schildkröte hoch – es ist bereits das fünfte Mal hintereinander, dass der NDR–Moderator das Tier in die Kamera hält. „Gleich haben wir es!“, verspricht Kameramann Alexander Ullrich. Im Rahmen der NDR-Sendung „Schleswig-Holstein on Tour/18 Uhr“, drehte das Team in der Nortorfer Schildkrötenauffangstation.

„Es geht hauptsächlich darum, die Haltung von Exoten zu beleuchten“, erklärt Philipp Jeß. Der Trend, dass immer mehr Menschen sich besondere Tiere ins Haus holen und dann mit der Haltung überfordert sind, sei groß. „Außerdem ist die Reportage auch auf Bildebene total spannend und sehr informativ und interessant“, so Jeß weiter. Gut vier Stunden brauchen der Moderator und sein zweiköpfiges Team, um am Ende eine 15-minütige Reportage fertigzustellen. „Wenn es nicht immer wieder so doll regenen würde, vielleicht auch schneller“, stöhnt Jeß, „so müssen wir die Außenaufnahmen immer wieder abbrechen.“ Karin Naujoks, Leiterin der Schildkrötenauffangstation, sieht die Dreharbeiten in ihrem Haus ganz entspannt. „Ich freu mich, dass die Jungs hier sind.“

Nicht nur die über 30 Schildkröten im Hause Naujoks werden gefilmt, auch die familieneigenen Frösche im Wohnzimmer. „Die werden ziemlich laut. Besonders abends, wenn wir mal fernsehen wollen, quieken die ungemein laut“, erklärt Karin Naujoks. Deshalb sollten sich potenzielle Frosch-Besitzer genauestens überlegen, ob sie sich ein solches Tier halten wollen. „Am Ende landen die dann bei uns“, so Naujoks weiter. Wer sich ein exotisches Tier halten möchte, der sollte sich zuvor ganz genau über die Haltung und deren Eigenarten informieren. Immer wieder kämen verwahrloste Tiere zu ihr und werden dann mühevoll wieder aufgepäppelt.

So auch ein Chamäleon, das erst seit einigen Wochen vorerst in Nortorf zu Hause ist und das bis zu seiner Aufnahme in der Auffangstation in einem so winzigen Käfig hauste, dass es sich nicht einmal gerade machen konnte. Mittlerweile ist das Reptil wieder putzmunter und lässt sich von Veit Naujoks auf einem Ast ins Wohnzimmer tragen. Für die Kamera hält der Elfjährige den Stock hoch und berichtet Philipp Jeß stolz: „Es ist das erste Mal, dass er sich auf dem Ast rumtragen lässt. Dem geht’s gut bei uns.“ Vor der Kamera wirkt Veit Naujoks fast professionell. Auf die Frage, ob er denn kein Lampenfieber oder ähnliches hätte, antwortet er nur ganz cool: „Nö.“

In den Drehpausen wird gemeinsam Kaffee getrunken und geplaudert. Auch private Aufnahmen für das Familienalbum werden gemacht. Philipp Jeß nutzt die kurze Pause, um das erst wenige Wochen alte Schildkröten-Baby „Pellhuhn“ auf seinen Knöchel zu setzen. Genau dort hat der 31-Jährige bereits ein Schildkröten-Tattoo. „Das passt doch“, befindet der Moderator.

Die Reportage über die Schildkröten-Auffangstation läuft im NDR-Fernsehen. Der Termin ist noch nicht bekannt.

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