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3. Handball-Liga : Peetz trotz Kantersieg unzufrieden

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Owschlags Trainer sieht beim 34:21 seiner Handballerinnen über den SHV Oschatz zu viele Unzulänglichkeiten bei seinem Team.

Am Ende des Tages entdeckte man viele strahlende Gesichter in der Owschlager Sporthalle. Etwa 100 Fans hatten einen 34:21 (14:14)-Kantersieg ihres TSV in der 3. Liga der Handball-Frauen gesehen. Die Spielerinnen – vielleicht bis auf die des Gegners SHV Oschatz – versprühten entsprechend gute Laune. Nur einer konnte dem Gesehenen wenig Positives abgewinnen. Trainer Rainer Peetz gefiel das Spiel überhaupt nicht. Das einzig Gute an dem Arbeitssieg seien die zwei Punkte gewesen. „Ich mag solche Spiele nicht, in denen wir keinen guten Handball zeigen“, monierte der Coach.

Und das tat sein Team über einen relativ langen Zeitraum bis in die zweite Halbzeit hinein. Woran lag’s? Vielleicht nahmen die Gastgeberinnen die Partie ein wenig zu sehr auf die leichte Schulter, nachdem sie den Gegner beim Warmmachen betrachteten. Das Oschatzer Aufgebot, das sich auf den knapp 600 Kilometer langen Weg aus Sachsen nach Schleswig-Holstein gemacht hatte, hätte locker in einen kleinen Sprinterbus gepasst. Der SHV trat mit nur sieben Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen an. Die Torschützin vom Dienst Ivanan Vujica war nicht dabei. Selbst Trainerin Jana Delor fehlte, Co-Trainer Andreas Schumann musste als einzig verbliebener Offizieller auf der Oschatzer Bank seine Mannschaft alleine managen. 35 Minuten lang klappte das prima. Die Gäste gestalteten die Partie ausgeglichen, Owschlag kam gegen den dezimierten Gegner nicht aus dem Quark. Peetz sah sich gezwungen, durch viele Wechsel sein Team wachzurütteln. Ganz langsam kämpften sich die Gastgeberinnen in die Partie. Janine Becker zwischen den Pfosten steigerte sich, die kurze Deckung von Franziska Peters gegen Carmen Schneider fruchtete. Beim Pausenpfiff leuchtete ein 14:14-Unentschieden auf der Anzeigetafel.

Erst ab Minute 35 ging dann die Post ab. Der TSV schaltete den Turbo an. Von 18:18 schraubten die Owschlagerinnen das Ergebnis bis auf 27:18. Bis zum Abpfiff sollten den Gästen, denen zunehmend die Kräfte schwanden und zudem noch eine Rote Karte kassierten, nur noch drei Treffer in 25 Minuten gelingen. Peetz kurz und knapp: „In der Phase hat man gesehen, was gegen einen solchen Gegner eigentlich möglich gewesen wäre.“ Bei konsequenter Chancenverwertung nämlich ein Debakel für die Gäste. Eine Klatsche, wie sie der nächste Gegner des TSV Owschlag am Wochenende erleben musste. In Leipzig wurde Schlusslicht Brandenburg-West böse mit 18:50 verhauen. Peetz: „Unser Spiel gegen Oschatz sollte Warnung genug sein, den Tabellenletzten nicht zu unterschätzen.“

TSV Owschlag: Fasold, Becker, Wichelmann – Stolley (6/1), Zadow (4), Ewert (8), Peters (4), Küppers (1), Sievert (6/1), Behrend (4), K. Meenke, Trceziok, Steffek (1).

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