Neuer Kultur-Treffpunkt : „Peerstall“ mit Promis eingeweiht

Das Ehepaar Renate und Holger Bauer (Mitte) hatte zur Eröffnung des „Peerstalls“ in der Kramer Scheune geladen. Schauspielerin Sabine Kaack, Landwirt Matthias Stührwoldt und Landtagspräsident Klaus Schlie waren der Einladung gefolgt.
Das Ehepaar Renate und Holger Bauer (Mitte) hatte zur Eröffnung des „Peerstalls“ in der Kramer Scheune geladen. Schauspielerin Sabine Kaack, Landwirt Matthias Stührwoldt und Landtagspräsident Klaus Schlie waren der Einladung gefolgt.

Landtagspräsident Klaus Schlie und Schauspielerin Sabine Kaack kamen in die umgebaute Kramer-Scheune.

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18. September 2017, 11:25 Uhr

Radiostars, Spitzenpolitiker und Autoren: Selten hatte man in Nortorf in den vergangenen Jahren so viel Prominenz auf einmal erlebt. Mit einer kleinen Feier wurde am Freitag der „Peerstall“ in der Kramer-Scheune als neuer kultureller Hotspot in Nortorf eingeweiht. Radiomoderator Carsten Kock führte durch den Abend, Landtagspräsident Klaus Schlie hielt eine Gastrede, mehrere Auftritte rundeten den Abend ab.

„Für mich ist jetzt schon klar: Wenn ich nicht hier wäre, hätte ich was verpasst“, sagte Landtagspräsident Klaus Schlie in seinem Grußwort. Es verlange viel Eigeninitiative und viel Mut ein solches Projekt auf die Beine zu stellen. Der „Peerstall“ sei ein Ort, an dem man sich wohlfühle. In den neuen Räumen werde Kultur erlebbar.

Allein die Eröffnung sorgte für jede Menge Lacher. Während die Gäste eintrafen, wurden bereits Fotos gemacht, die Moderator Carsten Kock als „Bilder des Abends“ kurz zeigte. Mit spitzen Kommentaren versehen, stellte Kock nicht nur einige der Künstler in seiner Präsentation vor, sondern erläuterte einige Details über das Projekt Kramer-Scheune. Auch das Ehepaar Bauer sprach über die Entstehung des Veranstaltungsraumes.

2015 hatten die Bauers die alte Scheune von der Stadt Nortorf abgekauft. Das Gebäude steht in direkter Nachbarschaft zu ihrem eigenen Wohnhaus und beherbergte lange Zeit die Nortorfer Möbelbörse. Als aufwendige Investitionen drohten, wollte die Stadt Nortorf, das Gebäude abreißen, das sie von Annemarie Wichmann vererbt bekommen hatte. Die Tochter der Familie Kramer hatte es jedoch zur Auflage gemacht, dass die Scheune für einen sozialen oder kulturellen Zweck verwendet wird, erläuterte Holger Bauer.

Durch einen Zufall traf Holger Bauer in seiner Funktion als Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes auf der Kieler Woche mit Birte Rassmus eine Vertreterin der Erbengemeinschaft von Annemarie Kramer. Schnell kamen die beiden ins Gespräch und waren sich einig, dass das Gebäude erhalten bleiben solle. Somit kam der Kauf im Jahre 2015 zustande.

Um den Umbau zu finanzieren, wurde ein Teil der Scheune in ein Lagerhaus mit mietbaren Stellplätzen verwandelt. Das sei so gut gelaufen, dass das Projekt „Peerstall“ viel schneller Formen annahm als erwartet, sagte Holger Bauer. Und bereits im Frühsommer stand der Raum für kleine Familienfeiern oder andere Events zur Verfügung. Gestern war Landwirt und Autor Matthias Stührwoldt mit einer Lesung zu Gast. Natürlich gab der Comedian aus Stolpe schon am Freitag auf der Eröffnung eine kleine Kostprobe. Als Vater von fünf Kindern habe er einiges erlebt, sagte der Landwirt. So habe er es geschafft, innerhalb von wenigen Sekunden den Hass der Freunde seines Sohnes auf sich zu ziehen, als er beim Brühen seines morgendlichen Kaffees die Netzwerkparty seines Sohnes sprengte, weil er das Stromnetz überlastete und alle 13 Jugendlichen plötzlich auf schwarze Computerbildschirme starrten.

Dann ging es zum musikalischen Teil des Abends über: Achim Schlufter betrat als Bauer „Peter Petersen“ die Bühne und stimmte mit den Gäste bekannte Lieder an. Die Radiomoderatoren Dennis Brandau und Jan Röschmann hatten passend zum Abend ihren Schleswig-Holstein-Song in einer plattdeutschen Version einstudiert und begeisterten damit das Publikum. Nach zwei Stunden, die wie im Flug vergangen, endete der offizielle Teil des Abends.

Wer selbst einmal die Atmosphäre im „Peerstall“ erleben möchte, hat beispielsweise am Sonnabend, 28. Oktober, ab 19.30 Uhr bei der Filmvorführung des Museums die Gelegenheit. Gezeigt wird „Der Nortorf-Film“, ein Portrait der Stadt, das in den Jahren 1957/58 gedreht wurde. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für das Museum wird gebeten.

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