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Aufstieg zur Handball-Oberliga : Paul: „Wir wollen diese zweite Chance nutzen“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD nutzt in der Vorbereitung auf die Aufstiegsspiele eine Mentaltrainerin.

von
erstellt am 08.Apr.2015 | 05:29 Uhr

Es war bitter. Es war schmerzhaft. Es war eine Erfahrung, die sich die Handballer der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg nur allzu gerne erspart hätten. Rund zwei Wochen, nachdem das Team die Meisterschaft in der Schleswig-Holstein-Liga im letzten Spiel noch aus der Hand gegeben hat, ist der Blick aber wieder nach vorn gerichtet. Denn die Chance auf den Aufstieg ist immer noch da. Am 18. April steigt das erste von zwei Aufstiegsspielen gegen den Hamburger Vertreter TuS Esingen.

Eine Woche gönnte Trainer Volker Paul seinen Schützlingen, um das Erlebnis, kurz vor dem Ziel gescheitert zu sein, zu verarbeiten. In der vergangenen Woche bat der Coach seine Spieler dann wieder in die Halle, um mit der Vorbereitung auf die beiden wichtigen Partien zu beginnen. „Natürlich hat die Niederlage gegen Tarp/Wanderup in den Köpfen der Jungs herumgespukt“, gesteht Paul ein, „aber inzwischen herrscht wieder eine Aufbruchstimmung. Wir bekommen jetzt diese zweiten Chance, und die wollen wir nutzen.“

Neben der sportlichen Arbeit in der Halle, nutzt die HSG die Hilfe für den mentalen Bereich. Ein Mentaltrainer war eigentlich erst für die neue Spielzeit vorgesehen, aber mit Maike Koberg steht bereits jetzt eine Frau zur Verfügung, die den Spielern Hilfestellungen geben soll. Paul selbst hatte den Kontakt zu ihr hergestellt. „Ich habe schon in anderen Vereinen erfolgreich mit ihr zusammengearbeitet. Sie arbeitet sehr praxisnah und kann im Team einige Impulse setzen“, erklärt der Trainer. Für ihn spielt sich in diesen entscheidenden Situationen viel im Kopf ab: „Wenn man eine eigentlich erfolgreiche Saison gespielt hat, und diese dann mit einem Negativerlebnis abschließt, muss das schnell aus den Köpfen raus. Dafür muss man Lösungen finden, und Maike kann uns dabei unterstützen.“

Sportlich, da ist sich Paul sicher, hat seine Mannschaft die Qualität, um als Sieger aus den Duellen hervorzugehen. „Wir haben diverse Videos vom Gegner und werden uns in der nächsten Woche im Training gezielt damit beschäftigen“, so Paul. Entscheidend mit Blick auf die Vorbereitung wird sein, die richtige Balance zu finden. Man wolle die eigenen Stärken durchbringen. „Das ist sicherlich das Tempospiel“, sagt der Coach. Auf der anderen Seite müsse man die Videos genau studieren und die Abwehr auf die Offensive des Gegners einstellen: „Die Mischung macht’s.“ Neue taktische Varianten und Formationen stehen nicht auf Pauls Trainingsplan: „Wir wollen das Vertrauen in die eigenen Aktionen stärken und die Sicherheit in unserem Spiel zurückgewinnen.“

Knapp zwei Wochen bleiben noch, um bestens präpariert in das erste Duell zu gehen. Paul will der Ansetzung im Übrigen nicht zu viel Bedeutung beimessen: „Ich glaube, dass es nicht so entscheidend ist, dass wir im Rückspiel auswärts ran müssen. Viel wichtiger ist, dass wir in diesen beiden Spielen unsere Leistung abrufen.“

> Die Termine für die zwei Spiele zum Aufstieg in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein stehen inzwischen fest. Am Sonnabend, 18. April geht es in der Heidesandhalle um 16.45 Uhr gegen den Tabellenzweiten der Hamburg-Liga, den TuS Esingen. Am Sonnabend, 25. April reist die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg zum Rückspiel nach Tornesch (15.45 Uhr).

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