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Handball-SH-Liga der Männer : Paul-Team will offene Rechnung begleichen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der vergangenen Saison vermieste die HSG Tarp-Wanderup der HSG Schülp/Westerrönfeld/RD den Aufstieg in die Handball-Oberliga der Männer. Am Sonnabend treffen beide Teams in der SH-Liga erneut aufeinander.

Das Spitzenspiel in der Handball-SH-Liga steigt am Sonnabend in Grömitz, wo Spitzenreiter HSG Ostsee N/G (11:1 Punkte) den Tabellenzweiten TSV Kronshagen (10:2) empfängt. Mit Spannung wird man auch bei der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (3.) und der HSG Eider Harde (4./beide 10:2) das Gipfeltreffen verfolgen. Doch für beide Teams gilt es erst einmal die eigenen Hausaufgaben zu erfüllen. Schülp/Westerrönfeld/RD hat die HSG Tarp-Wanderup zu Gast, Eider Harde empfängt den ATSV Stockelsdorf. Der TSV Alt Duvenstedt will mit einem Sieg bei der HSG Marne/Brunsbüttel weiter in der Tabelle nach oben klettern.

HSG Schülp/W’feld/RD – HSG Tarp-Wanderup (Sbd., 16.45 Uhr)

Tarp! Ein Wort reicht, um einem Westerrönfelder SH-Liga-Spieler die Tränen in die Augen zu treiben. Das „SH-Liga“ ist dabei der Grund für die Traurigkeit. Nur ein Sieg fehlte der Mannschaft von Trainer Volker Paul im vergangenen Jahr zum Oberligaaufstieg, doch den verwehrte die HSG Tarp-Wanderup den Westerrönfeldern am letzten Spieltag. Das 28:29 war der Anfang vom Ende der Aufstiegsträume, denn danach klappte auch die zweite Chance im direkten Vergleich der Vizemeister mit dem TuS Esingen nicht. Tarp scheint einfach eine Mannschaft zu sein, die Westerrönfeld nicht liegt, denn zwei der vier Saisonniederlagen im letzten Jahr gingen aufs Konto der Treene-Handballer. „Auch in der Vorbereitung haben wir verloren, deshalb wollen wir es jetzt endlich schaffen. Die haben uns die Meisterschaft verhagelt und diese offene Rechnung wollen wir begleichen“, sagt Paul entschlossen. Anders als im letzten Jahr, als Tarp lange oben mitspielte, ging der Start diesmal daneben. 4:8 Punkte sind nicht das, was erwartet wurde und deshalb musste der erste Trainer bereits gehen. Jan Weide löste Mario Kretzschmer ab. „Ich rechne unter dem neuen Trainer mit einem großen Motivationsschub, darauf müssen wir gefasst sein“, so Paul. Gegen Marne/Brunsbüttel ließ die HSG mit 35:25 zuletzt nichts anbrennen. „Trotz der Abgänge des Haupttorschützen Lasse Worm und Spielertrainer Matthias Hinrichsen verfügt Tarp immer noch über einen sehr guten Rückraum“, findet Paul und hofft, dass die Punkte diesmal in Westerrönfeld bleiben – und „Tarp!“ für ein Lächeln im Gesicht seiner Spieler sorgt.

HSG Marne/Brunsbüttel – TSV Alt Duvenstedt (Sbd., 17 Uhr)

Bereits am letzten Herbstferien-Wochenende musste der TSV Alt Duvenstedt die längere Reise nach Marne antreten, um dann im Pokalturnier gegen die HSG Ostsee N/G auszuscheiden, bevor er überhaupt auf Marne traf. Am Sonnabend ist das Reiseziel dasselbe, nur diesmal trifft der TSV auf jeden Fall auf die HSG Marne/Brunsbüttel. Außerdem wird ein Bus eingesetzt, was die Fahrt erleichtert und sogar den Rückweg sehr gemütlich machen könnte – ein Sieg vorausgesetzt. Obwohl beide Teams im Pokal nicht gegeneinander antreten mussten, wurde sich in den Partien natürlich ausreichend gegenseitig beobachtet, um für morgen taktische Erkenntnisse zu erhalten. Ein einfacher Blick auf die Tabelle reicht indes, um die Wichtigkeit der Partie zu erkennen. Mit 3:9 (TSV) und 4:8 (HSG) Punkten könnten beide Mannschaften den Platz im Mittelfeld festigen. Zuletzt mussten die Marner eine herbe Zehn-Tore-Niederlage gegen Tarp hinnehmen, waren allerdings auch ersatzgeschwächt, sodass drei A-Jugendliche aushelfen mussten. Inwieweit der Kader am Sonnabend vollständig ist, ist für Alt Duvenstedts Trainer Gunnar Kociok erst einmal zweitrangig. „Wichtiger ist, dass wie unsere Fehlerzahl weiter minimieren. Marne ist sehr heimstark, da müssen wir die Chancen nutzen, die wir bekommen“, sagt er. Vor allem die aggressive 6:0-Deckung gelte es zu überwinden und die starke Rückraumreihe nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. „Da müssen wir uns etwas einfallen lassen, um zu gewinnen“, erklärt Kociok. Einfälle hat er sicherlich genug, bleibt zu hoffen, dass sie auch umgesetzt werden können.

HSG Eider Harde – ATSV Stockelsdorf (Sbd., 19.15 Uhr)
Das einzig Positive, an das sich die Spieler der HSG Eider Harde nach dem Unentschieden am vergangenen Wochenende bei der HSG Mönkeberg/Schönkirchen (26:26) festklammern können, ist die Tatsache, dass sie trotz mäßiger Leistung noch einen Punkt mitgenommen haben. In der vergangenen Saison wäre so ein Spiel verloren gegangen. Gegen den ATSV Stockelsdorf braucht die Mannschaft von Trainer Thomas Carstensen im Heimspiel gegen den ATSV Stockelsdorf aber eine bessere Performance, andernfalls wird es wieder nichts mit einem Sieg. Der wäre aber wichtig, um im Aufstiegsrennen Anschluss zu halten. Die Rückkehr in die Oberliga ist das intern formulierte Ziel der Eider-Handballer. Die HSG Ostsee N/G ist zwar der erklärte Favorit auf die Meisterschaft, dahinter formieren sich jedoch mit Eider Harde, Kronshagen und Schülp/Westerrönfeld/RD drei Mannschaften, die ebenfalls große Titel-Ambitionen haben. Platz 2 könnte unter Umständen reichen, um eine Klasse nach oben zu klettern.
Steigt nämlich niemand aus der 3. Liga in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein ab, geht der Tabellenzweite direkt hoch. Rutscht einer in die Oberliga ab, gibt es ein Relegationsspiel zwischen den Zweitplatzierten der SH-Liga und der Hamburg-Liga. Wenn allerdings zwei Teams den Gang aus Liga drei in die Oberliga HH/SH antreten, wie zum Beispiel die SG Flensburg-Handewitt II und der TSV Altenholz, steigt nur der Meister auf. Tabellen-Arithmetik, die die HSG Eider Harde gegenwärtig nicht interessieren sollte. Wichtig sind die eigenen Hausaufgaben. Stockelsdorf ist ein starker Gegner mit viel Erfahrung in seinen Reihen. Ein Team, das einen sicheren Ball spielt, aber bestimmt keinen Tempo-Handball. „Wir brauchen eine geschlossene Mannschaftsleistung. Und unsere Abschlussquote muss im Gegensatz zum vergangenen Sonntag wesentlich besser werden“, fordert Carstensen.
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