Handball-SH-Liga der Männer : Paul-Team hat viel Mühe mit Nord-NF

Thorsten Hartwig (links, gegen Sönnick Nehls) überzeugte als Ersatzmann im linke Rückraum.
Thorsten Hartwig (links, gegen Sönnick Nehls) überzeugte als Ersatzmann im linke Rückraum.

In der Handball-SH-Liga der Männer kam die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg gegen die HSG Nord-NF zu einem mühevollen 35:31-Erfolg. Bester Werfer bei den Gastgebern war Niklas Ranft mit zehn Toren.

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12. Januar 2015, 06:00 Uhr

Keiner hat erwartet, dass die Begegnung der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg gegen die HSG Nord-NF einfach werden würde, nur weil die Nordfriesen mit lediglich zwei Pluspunkten Tabellenvorletzter der Handball-SH-Liga sind. Demzufolge wurde beim 35:31 (14:14) auch niemand davon überrascht, dass die Nordfrieden, der in der Winterpause elf Punkte am Grünen Tisch aberkannt worden sind, ein über weite Phasen ebenbürtiger Gegner waren. Um nicht abzusteigen, müssen die Nord-Handballer ihre verlorenen Punkte irgendwie kompensieren, doch zum Glück der Westerrönfelder und ihres Trainers Volker Paul klappte das nicht am Sonnabend in der Heidesandhalle.

Ohne Dany Jüschke (Achillessehnenanriss), der in dieser Saison nicht mehr spielen wird, vertraute Paul einer 5:1-Deckung mit Niklaas Seehase in der Spitze, und sowohl der Verband an sich als auch Seehase lösten ihre Aufgabe zur Zufriedenheit des Trainers. Demzufolge sah es zunächst auch so aus, als würde Westerrönfeld wenig Probleme bekommen, aber die 5:2-Führung war nicht von langer Dauer. Grund dafür war auch das, was aufgrund des Langzeitausfalls Janek Fischs nicht passierten sollte: Jens-Christian Woldt musste in der 20. Minute nach einem Foul mit blutender Nase und Kopfschmerzen das Spielfeld räumen. Danach musste sich Westerrönfeld durch eine Schwächephase mühen, in der Nord-NF mit 13:11 in Führung ging. Aber Woldt-Ersatz Torsten Hartwig sorgte mit zwei Toren ebenso wie Andreas Tietjens, der nun im Tor war und mehrfach parierte, für das 14:14 zur Pause.

Im zweiten Durchgang schaffte es Nord-NF erneut, einen Lauf der Gastgeber abzubremsen und von 24:20 auf 27:26 zu verkürzen. Hier setzte Marc Walder die Paul-Schützlinge so unter Druck, dass Westerrönfelds Coach sich etwas überlegen musste. Er stellte auf eine 6:0-Deckung um, wechselte unter anderem Woldt wieder ein, und freute sich: „Die Positionswechsel haben viel gebracht und zeigen auch die Ausgeglichenheit der Mannschaft.“ Über 30:28 und 34:29 kamen die Gastgeber zu einem 35:31-Sieg, bei dem neben Woldt Niklas Ranft, Patrick Petriesas und Malte Pieper durch ihre Tore herausragten.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Martensen, Tietjens – Seehase (1), Pieper (5), Cardis (1), Ranft (10), Woldt (7/2), Petriesas (7/3), Sievers, Hartwig (2), Hannemann (2).

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