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Landeszeitung

22. Oktober 2017 | 19:38 Uhr

Pastorat Stafstedt wird verkauft

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kirchengemeinde Jevenstedt verkleinert sich / Haus steht schon länger leer

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2014 | 10:49 Uhr

Das Pastorat der Kirchengemeinde Jevenstedt im Stafstedter Tannenweg soll verkauft werden. Durch die Einsparung einer Viertel-Pastorenstelle muss kein weiteres Pastorat mehr vorgehalten werden. Einen Käufer für das große Gebäude gibt es allerdings noch nicht. Für Pastor Ulrich Ranck ist dies ein Teil einer größeren Veränderung im kirchlichen Gemeindeleben Jevenstedts.

Nachdem Pastor Oliver Opitz nach rund viereinhalb Jahren als Vertretungspastor die Kirchengemeinde verlassen hatte, konnte mit Jan Kempermann ein Nachfolger gefunden werden, der nun offiziell die zweite Stelle im Amt Jevenstedt bekleidet. „Wir hatten die Stelle viermal ausgeschrieben, ohne Erfolg“, berichtet Pastor Ulrich Ranck. Jan Kempermann sei dann letztlich nicht gewählt worden, sondern habe einen Dienstauftrag erhalten, erzählt Ranck weiter. Da die Kirchengemeinde zahlentechnisch derzeit eher an eine halbe Stelle heranreicht, wurde die vorherige Dreiviertelstelle reduziert. „Die kommende Kirchenkreisreform hätte die Stelle sowieso abgesenkt“, sagt Ranck.

Bis zu einer halben Stelle muss auch kein zweites Pastorat mehr vorgehalten werden. Das seit geraumer Zeit leerstehende Haus in Stafstedt soll sich zwar in einem guten Zustand befinden, das Grundstück jedoch verwildert langsam. Er habe zwar gehört, dass es mögliche Interessenten gebe, doch nun müsse erst einmal eine Kostenschätzung eingeholt werden, betont Ulrich Ranck.

Durch den Verkauf konzentriert sich die Kirchengemeinde vor allem auf Jevenstedt, wo sich Rancks Pastorat befindet. Das könne für andere Gemeinden empfindlich sein, besitze die Kirchengemeinde des Amtes doch ein großes Gebiet, findet er. So überlegt sich Ulrich Ranck derzeit, in welche Richtung seine pastorale Arbeit in Zukunft gehen wird. Die viereinhalbjährige Kirchensanierung habe ihm viel abverlangt. „Mein Blick galt eher Steinen und Holz, aber nicht den Menschen. Da gab es einen Defizitzustand“, findet Ranck. Durch Kempermann hat er zwar Unterstützung bekommen, doch der Pastor wohnt in Hohenlockstedt und hat eine weitere halbe Pastorenstelle in Schenefeld inne. „Jan Kempermann wird nicht so sehr am öffentlichen Gemeindeleben teilnehmen können. Ich muss nun meine pastorale Arbeit in den Blick nehmen und schauen, wohin es geht“, weiß Ranck. Sicher ist bereits, dass er zum Ende des Jahres seinen Vorsitz im Kirchengemeinderat niederlegen wird. Jedoch wisse er noch nicht, wer diesen Posten übernehmen werde.

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