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Pastor Ulrich Ranck sieht Edward Snowden als modernen Luther

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 00:31 Uhr

Der Jevenstedter Pastor Ulrich Ranck (43, Foto) sieht den ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden als modernen Martin Luther (1483-1546). Ähnlich wie der Reformator habe sich auch Snowden aus Gewissensgründen gegen das Establishment gestellt, schreibt Ranck in einem Offenen Brief an die Kirchenleitung der Nordkirche, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Beide hätten sich entschlossen, geltendes Recht zu brechen, um „das Richtige“ zu tun.

Snowden und Luther hätten ihr Leben aufs Spiel gesetzt und weitreichende Konsequenzen in Kauf genommen, schreibt Ranck. Beide hätten sich für die Freiheit eingesetzt. Der eine werde dafür von den USA und Großbritannien, der andere wurde von Papst und Kaiser verfolgt. Die Kirche könne nicht 2017 das Luther-Jahr feiern und „dem anderen freundlich von weitem danken“. Kirche und Gesellschaft sollten sich ein Beispiel an der Reformationsgeschichte nehmen und Snowden Asyl gewähren, fordert Ranck. „Wir sollten das Richtige tun, nicht das Einfache.“ Dies sei der Auftrag von Jesus Christus.

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