Parteiisch

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23. Mai 2013, 03:59 Uhr

Vor der Kommunalwahl wird in Fockbek ein Bürgermeister-Wahlkampf geführt. Soll der Nachfolger von Pierre Gilgenast haupt- oder ehrenamtlich arbeiten - darüber wird mit allen Mitteln gerungen. CDU und UWF haben in der Gemeindevertretung die Wiedereinführung der Ehrenamtlichkeit durchgesetzt, die SPD kämpft mit dem Versuch eines Bürgerbegehrens und rechtlichen Schritten dagegen an. Und mit einer amtierenden Bürgermeisterin, die eigentlich unparteiische Verwaltungs-Chefin sein sollte, aber auch als Mitglied der SPD-Fraktion agiert. Die Trennung zwischen den beiden gleichzeitig ausgeübten Aufgaben ist nicht nur misslungen, es besteht vielmehr der Eindruck, als sei die Bürgermeisterstellung bewusst genutzt worden, um die Vorstellungen der eigenen Fraktion zu befördern.

Die Missbilligung durch die Gemeindevertretung kann die Bürgermeisterin verschmerzen. Sie ist nicht mehr als ein Eintrag ins Klassenbuch.

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