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Rendsburg : Parken ist teuer – auch für die Stadt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Bewirtschaftung der kommunalen Stellplätze verschlingt hohe Summen: 224 000 Euro konnten durch Knöllchen eingenommen werden.

shz.de von
erstellt am 14.Mär.2015 | 05:30 Uhr

Die Einnahmen aus Parkgebühren bleiben ein stabiler Posten im Rendsburger Haushalt. Fast 190  000 Euro gaben Autofahrer im vergangenen Jahr dafür aus, ihre Fahrzeuge auf Stellplätzen der Stadt abstellen zu dürfen. Damit wurde das Ergebnis des Vorjahres (187  000 Euro) knapp übertroffen. Allerdings entstehen der Stadt selbst durch die Bewirtschaftung von zwei Parkhäusern sowie der Flächen in der Torstraße und Schleuskuhle hohe Kosten. Besonders hart schlagen die fünf Parkscheinautomaten ins Kontor. Allein deren Leerung, Wartung und Betrieb belasten die Stadtkasse jedes Jahr mit 63  000 Euro. Diese Summe ergibt sich aus Positionen, die im Haushaltsplan der Stadt Rendsburg aufgelistet sind.

Wie das Bauamt auf LZ-Anfrage mitteilte, wurden im vergangenen Jahr Münzen im Wert von insgesamt 115  000 Euro in die fünf Automaten gesteckt. Das heißt: Wer einen Euro fürs Parken in den Schlitz fallen lässt, finanziert mit rund 50 Cent den Betrieb der Geräte. Die Leerung und Wartung der Automaten sowie die Reinigung der Parkdecks – sie verursacht weitere Kosten von 23  000 Euro pro Jahr – wird von den Mitarbeitern des stadteigenen Umwelt- und Technikhofs (UTH) erledigt.

Nur marginale Auswirkungen auf die Bilanz aus Einzeltickets hatte die Erhöhung der Quote für Monats- oder Jahrestickets. Wie berichtet, dürfen seit Februar 85 statt 75 Prozent aller verfügbaren Plätze an Dauerparker vergeben werden. Daraufhin wurden im Rathaus mehr als 40 neue Ausweise im Gesamtwert von mehreren tausend Euro ausgestellt. Zeitgleich gingen die Münzgeld-Einnahmen im Monat Februar nach Angaben aus der Bauverwaltung aber nur um 80 Euro zurück. Dies lässt vermuten, dass durch die Lockerung neue Kunden in die städtischen Parkhäuser gelockt wurden. Denn wer bislang in der Altstadt nicht verbilligt parken konnte, weil keine Abokarten mehr verfügbar waren, wich häufig auf weiter entfernte Gratisparkplätze aus – zum Beispiel am Bahnhof oder Schwimmzentrum.

Ein verlässlicher Einnahmeposten bleiben auch die Knöllchen. Wie ein Sprecher des Ordnungsamtes mitteilte, zahlten ertappte Falschparker im vergangenen Jahr insgesamt 224  000 Euro in die Stadtkasse ein – 7000 Euro mehr als im Jahr zuvor.

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