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Kreishafen : Pannenfrachter „Divine“ darf den Kreishafen verlassen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Auslaufverbot für den Frachter „Divine“ im Kreishafen ist Freitag Nachmittag aufgehoben worden.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2015 | 17:16 Uhr

Das Auslaufverbot für den Frachter „Divine“ im Kreishafen ist gestern Nachmittag aufgehoben worden. Das teilte Pascal Ledune, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde (Betreiberin des Kreishafens) mit. „Die ‚Divine‘ wird den Hafen voraussichtlich in den kommenden Tagen verlassen“, sagte Ledune. Ihm zufolge wurde die Mannschaft ausgetauscht. Zudem habe eine Begehung durch die Port State Control, der Gewerkschaft der Seefahrer, aus Hamburg ergeben, dass alle Mängel behoben sind. Auch sei die ausstehende Heuer inzwischen bezahlt worden. „Es gibt jetzt keinen Grund mehr, das Schiff aufzuhalten“, sagte Ledune. „Das ist eine gute Nachricht für uns. Endlich können wir das Kapitel schließen.“

Nach Informationen der Landeszeitung soll das 81 Meter lange Pannenschiff, das einem türkischen Reeder gehört, in die Türkei überführt werden. Die Freigabe zur Weiterfahrt beschränkt sich auf diesen einen Transfer.

Unterdessen zeigte sich Karin Friedrich von der Seefahrer-Gewerkschaft ITF in Hamburg ebenfalls erleichtert. „Einer von 44 Mängeln war die ausstehende Heuer. Dieses Problem ist vom Tisch.“ Technische Defekte, fehlende Seekarten und eine betrunkene Mannschaft waren weitere Gründe für das von der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr) verhängte Auslaufverbot. Die jetzt abgelöste Besatzung der „Divine“ sollte die Nacht zu heute in einem Hotel verbringen. Dann wollten die sechs Crewmitglieder aus Indien, Georgien und der Ukraine zurück in ihre Heimatländer reisen. Die Seeleute trauern um einen 25-jährigen Kameraden, der am frühen Mittwochmorgen beim Sturz ins Wasser ums Leben gekommen war. Taucher des Technischen Hilfswerks fanden seine Leiche Stunden später in elf Metern Tiefe. Nach ersten Ermittlungen war der Inder betrunken, als er in der Dunkelheit vermutlich von der Kaimauer aus ins Wasser fiel. Die Kripo Rendsburg, die die Ermittlungen in dieser Sache führt, geht von einem Unglücksfall ohne Fremdverschulden aus.

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