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Handball-Oberliga : Packendes Derby mit dramatischem Ende

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

500 Zuschauer in der Werner Kuhrt-Halle sehen tollen Oberligahandball und ein gerechtes Remis zwischen Hohn/Elsdorf und Schülp/W’feld/Rendsburg.

Das mit Spannung erwartete Oberligaderby zwischen der HSG Hohn/Elsdorf und der HSG Schülp/Westerrönfeld/RD endete am Freitagabend vor knapp 500 Zuschauern in der brechend vollen Werner-Kuhrt-Halle nach spannenden 60 Minuten mit 26:26 (14:12) unentschieden.

Wäre jemand erst unmittelbar nach dem Abpfiff aufgetaucht – er hätte keine Probleme gehabt, zu bestimmen, für wen es ein Punktgewinn und für wen ein Punktverlust war. Jubelnd umringte die Heimmannschaft ihren Mittelmann Jörg Gosch, der mit den Schlusssekunden per Siebenmeter den Ausgleich hergestellt hatte. Drei Minuten vorher noch sah es so aus, als könne Westerrönfeld die Punkte mit nach Hause nehmen, denn Kocioks Mannen führten scheinbar sicher mit 26:24. „Alles bis dahin verlief genau so, wie ich es gefordert hatte. Die Mannschaft ließ trotz eines andauernden Rückstandes nie die Köpfe hängen. Vor einigen Wochen hätten wir da noch aufgesteckt und hoch verloren“, resümierte der Trainer. Kociok fügte allerdings auch hinzu: „Wenn man zwei Minuten vor Schluss führt und dann unentschieden spielt, kann man aber nicht ganz zufrieden sein.“ Nur beim 0:1 lag sein Team zunächst vorn, danach permanent über 8:4 und 13:9 hinten. Auch nach dem 14:12 zur Pause blieb Hohn am Drücker (18:15). „Unsere Einstellung war top, es klappte vor allem in der Abwehr gut und Gerald Dobratz im Tor hielt überragend“, lobte Hohn/Elsdorfs Coach Thies Schmalfeld seine Jungs. Bestätigt wurde dies von seinem Pendant: „Die haben unseren Rückraum weitgehend ausgeschaltet, damit mussten wir erst mal klarkommen“, sagte Kociok Dass Dobratz eine große Rolle spielen würde, hatte er bereits im Vorfeld geahnt, doch auch sein Schlussmann Florian Töllner hielt stark.

Ab dem 18:18 nahm die Partie neuen Schwung auf, denn nun ging es in die, die spielentscheidende Phase. Immer wieder konnten sich die Hohner leicht absetzen, wurden jedoch prompt von den Gästen eingeholt (20:18, 20:20, 24:22, 24:24). „Wir haben zu viele Chancen liegen gelassen“, tadelte Schmalfeld, der mit Steffen Oeltjen diesmal den überragenden Spieler in seinen Reihen hatte. Zehn Tore konnte er verbuchen, eines davon nach Westerrönfelds zweiter Führung, dem 24:25 und darauf folgenden 24:26, zum Anschlusstreffer. „Es war merkwürdig, ausgerechnet in den letzten zwei Minuten, wo wir so nah dran waren, zu gewinnen, wussten wir nicht mehr, was wir mit dem Ball machen müssen“, grübelte Kociok, dessen Team keinen Treffer mehr zustande brachte.

In der vorletzten Aktion des Spiels versuchte es Patrick Möller im Eins-gegen-Eins und konnte nur siebenmeterreif gestoppt werden. Wie erwähnt traf Gosch und sorgte damit für Jubel in seinen Reihen. „Ich bin nicht unzufrieden. Das war unser dritter Auswärtspunkt. Wir haben vieles, aber nicht alles richtig gemacht“, sagte Kociok. „Die Punkteteilung ist in Ordnung. Ich freue mich über die Leistung der Mannschaft und auch darüber, dass unsere zukünftige HSG schon jetzt Fans aus Breiholz und Hamdorf in unsere Halle gelockt hat“, fand Schmalfeld.

HSG Hohn/Elsdorf: Dobratz, Treziak – Thöming (4), Möller (2), Oeltjen (10), Hohnsbehn (2), Küch, Petersen (1), Gosch (6/5), Kuhrt, Brown (1), Oettershagen.
HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Töllner, Martensen – Cardis (1), Hohnsbehn (1), Schrader (2), Jüschke (5), Dethlefsen, Fisch, C. Cohrt (1), Petriesas (5), Woldt (7/4), Moreau (1), Ranft (1), F. Cohrt (2).



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