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Landeszeitung

24. Oktober 2017 | 11:21 Uhr

Handball : Owschlag kämpft sich zum Sieg

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

TSV hat in der 3. Liga der Frauen beim 32:26-Erfolg über das Tabellenschlusslicht Brandenburg-West viel Mühe.

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Rainer Peetz appellierte inständig vor dem Anpfiff an seine Spielerinnen, den Gegner nicht zu unterschätzen. Sie erhörten ihren Trainer zwar, standen aber trotzdem bis zum Ende mehr unter Druck, als ihnen lieb war. Die Handballerinnen des TSV Owschlag fuhren in der 3. Liga Ost einen hart erkämpften 32:26-Heimsieg über Tabellenschusslicht SV 63 Brandenburg-West ein. Zur Halbzeit führte der TSV mit 15:11. Wahrlich kein Spaziergang. Peetz: „Wir waren nur 35 Minuten präsent. Spielen wir abgezockter, entscheiden wir die Partie viel früher. So aber haben wir Brandenburg immer wieder eingeladen, am Spiel teilzunehmen. Uns fehlt Selbstvertrauen.“

Es fing schon schlecht an. Erst in der fünften Minute gelang dem TSV der erste Treffer zum 1:3-Anschluss. Peetz musste improvisieren. Da Raphaela Steffek aus privaten Gründen fehlte, durfte die 17-jährige Jenny Behrend erstmals von Anfang an auf Halbrechts ran. Sie machte ihre Sache „ganz ordentlich“, wie ihr Coach bemerkte. Allerdings war auch nicht zu übersehen, wie einige Abläufe im Angriff hakten. Trotzdem fand der TSV jetzt zu seinem Rhythmus, setzte sich bis auf 13:8 (23.) ab. Alles sah nach einem lockeren Favoritensieg aus. Es kam anders. Die Owschlagerinnen erinnerten sich an ihren alten Wegbegleiter, den Schlendrian, der jetzt auch mitspielen durfte: Abspielfehler am laufenden Band verbreiteten unnötige Hektik. „Das ging auf keine Kuhhaut“, meckerte Peetz.

Nach dem Wechsel setzten sich die Unkonzentriertheiten bei den kopflosen Gastgeberinnen fort – ausgenommen Rechtsaußen Alke Trceziok, die in der Phase zuverlässig einnetzte. Nützte aber nichts, der Tabellenletzte ging mit 24:23 (45.) in Führung. Eine kleine Sensation bahnte sich an. Wäre da nicht Svenja Zadow gewesen. Bei der Kreisläuferin und „Trainingsweltmeisterin“ platzte der Knoten. In der Abwehr packte sie im Deckungszentrum richtig zu und vorne traf sie in den letzten 15 Minuten vier Mal. „Svenja hat heute endlich mal gezeigt, was in ihr steckt. Sie hat in der Schlussphase den Turbo gezündet“, lobte Peetz. Sein Fazit: „Das war im Großen und Ganzen in Ordnung. Wir hätten aber auch mit zehn Toren gewinnen können.“

TSV Owschlag: Becker, Fasold, Wichelmann – Ewert (4), Stolley (5/3), Peters (8), Trceziok (6), Zadow (4), Küppers (1), Sievert (1), Jensen, Behrend (3), Rohwer, Meenke .


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