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Fussball-Verbandsliga Nord-Ost : OTSV verlangt Spitzenreiter ESV alles ab

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost musste sich der Osterrönfelder TSV Spitzenreiter Eckernförder SV unglücklich mit 0:1 geschlagen geben. Die Osterrönfelder konnten dabei eine Überzahl in der Schlussphase nicht nutzen.

Häufig blieb der Eckernförder SV den wenigen Zuschauern am Bystedtredder in der Vergangenenheit ein gutes oder sogar aufregendes Spiel schuldig. Das hat sich mit dem Kreisderby gegen den starken Osterrönfelder TSV geändert. Über 200 Zuschauer waren da, und wohl keiner wird sein Kommen bereut haben. Die 22 Akteure boten ein intensives, hitziges aber auch spannendes und ansehnliches Spiel, welches am Ende nicht unverdient an den ESV ging. Mit 1:0 gewannen die Hausherren und bleiben damit einen weiteren Spieltag Tabellenführer in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost.

Die Strategie der Gäste war es, entweder über die Flügel ihre Angriffe zu initiieren, oder lange Bälle auf Stürmer Florian Kuklinski zu schlagen. Beides hatte nicht selten Erfolg. Kuklinski bekam einige Freistöße nach Kopfballduellen mit dem erneut sehr starken Franz Tuchen für sich gepfiffen, was der OTSV zu einigen gefährlichen Hereingaben nutzte. Aber auch die Eckernförder hatten ihre Spielidee und setzten sie immer wieder gut um. Nach 24 Minuten war der ESV der Führung ganz nahe, als Marc Medler ein Zuspiel von Garbit Temirgan knapp verpasste. Direkt im Gegenzug vergab Kuklinski nach einer Ecke das 1:0 für den Gast, als er den Ball aus zehn Metern nicht voll traf. Es ging nun Schlag auf Schlag. Es blieb kaum Zeit zum Luft holen, denn beide Teams spielten konsequent auf das Führungstor, das dem ESV auch gelang. Eine Flanke von Nicolas Lietz köpfte Temirgan völlig blank am Fünfmeterraum an die Latte, den Abpraller brachte Marc Medler wieder in die Mitte, wo sich Temirgan gedankenschnell aufgerappelt hatte und aus kurzer Distanz einschob.

Es war ein packendes Kreisderby, in dem sich beide Mannschaften den Status zweier Topteams redlich verdienten. Nach knapp einer Stunde wurde es dann indes ein komplett anderes Spiel. Schuld daran war Fynn Gerlach, der in Richtung OTSV-Trainerbank ein „Halt’s Maul!“ losgelassen hatte. Eine Dummheit, die die Rote Karte zur Folge hatte. Nun hatte der OTSV einen Mann mehr auf dem Feld und nutzte in den nächsten Minuten die Unordnung im Spiel der Hausherren, ehe sich der ESV wieder stabilisierte und auf Konter setzte. Trotz weiterer Chancen auf beiden Seiten sollte jedoch kein Tor mehr fallen. „Wir haben es nach der Roten Karte gut gemacht und uns erfolgreich dagegen gestemmt“, sagte ESV-Coach Stefan Mackeprang zufrieden. Gästecoach Olaf Lehmann, der durchaus bekannt ist, für kritische Worte in Richtung seiner Schützlinge, konnte diesmal ebenfalls wenig beklagen: „Wir haben den Spitzenreiter im eigenen Stadion unter Druck gesetzt. Meine Elf war bissig und hat alles aus sich rausgeholt.“ Einen Kritikpunkt gab es dann doch. Lehmann: „Für die ganzen Chancen, die wir hatten, können wir uns nichts kaufen.“

Osterrönfelder TSV: Eiper – Mosebach, Halver, Dollnick (76. Schäfer), Kock (67. Reimer) – Lehmann, Hardt – Müller (60. Rathjen), Jahnke, Yalcinkaya – Kuklinski.

SR: Tanneberger (Bramstedt) – Zuschauer: 207.

Tor: 1:0 Temirgan (33.).

Rote Karte: Gerlach (60., Unsportlichkeit).

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