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Fussball-Verbandsliga Nord-Ost : OTSV macht es unnötig spannend

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost feierte der Osterrönfelder TSV einen verdienten 2:0-Sieg im Derby gegen den Rendsburger TSV. Dabei vergaben die Osterrönfelder gleich eine Hand voll guter Chancen, unter anderem auch einen Elfmeter.

Dennis Schnepel musste sich den Spott seiner ehemaligen Mitspieler gefallen lassen. Nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg über den Rendsburger TSV umringten die Akteure des Osterrönfelder TSV Schnepel in der Mitte des Spielfeldes und stimmten Jubelgesänge an. „Derbysieg, Derbysieg“, schallte es über die Sportanlage am Bahndamm. Erst nach einer Weile entzog sich der Rendsburger, der bis zu seinem Wechsel das Osterrönfelder Trikot getragen hatte, der feiernden Menge und stapfte mit hängenden Schultern in die Kabine. Derweil kosteten die Gastgeber ihren Triumph aus, der ihnen den fast sicheren Klassenerhalt in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost bescherte.

„Ganz durch sind wir immer noch nicht“, meinte Olaf Lehmann. Der OTSV-Coach wollte noch keine Gratulationen entgegen nehmen, obwohl sein Team mit nunmehr 35 Punkten auf den neunten Rang kletterte und den Rendsburger TSV (34) als kreisbestes Team ablöste. Doch der gleichzeitige 5:4-Erfolg des TSV Plön über den Büdelsdorfer TSV (siehe Bericht unten) passte dem 47-Jährigen nicht so recht in den Kram. „Schade, dass Büdelsdorf nicht gewonnen hat. Das wär’s gewesen. So aber brauchen wir aus den restlichen drei Spielen noch zwei Punkte“, rechnete Lehmann vor. Und auch Fritz Bohla, der Trainer des Rendsburger TSV, legte angesichts der Nachricht des Plöner Erfolges die Stirn in Falten. „Jetzt könnte es doch noch einmal eng für uns werden“, meinte Bohla, der von „nunmehr drei Endspielen bis um Saisonende“ sprach. Immerhin hatte der Rendsburger Coach einen „Mut machenden Auftritt“ seiner Mannschaft gesehen, die sich gegenüber dem 1:3 drei Tage zuvor beim BTSV gesteigert hatte. „Die Jungs haben heute gekämpft. Schade, dass wir uns unsere gute spielerische Linie nach der Pause durch einen individuellen Fehler kaputt gemacht haben.“

Bohla spielte damit auf den Lapsus von Yannik Herzig an, der zum vorentscheidenden 2:0 für den OTSV führte (64.). Dem Rendsburger Verteidiger missglückte ein Rückpass zu Torhüter Sören Wiechert. Herzig trat über den Ball und erwischte ihn nur minimal, Felix Weihmann preschte dazwischen, umkurvte Wiechert und schob das Leder ungehindert ein. „Das war sicherlich der Knackpunkt des Spiels“, meinte auch Lehmann. Sein Team hätte allerdings viel früher für die Vorentscheidung sorgen müssen. Doch die Gastgeber vergaben vor der Pause leichtfertig beste Chancen. Bojan Grbavac (15.) und Tom Jahnke (17.) scheiterten freistehend an Wiechert, Grbavacs Heber strich nur Millimeter über das RTSV-Tor (24.) und OTSV-Keeper Daniel Jeromin drosch einen Elfmeter (Herzig hatte Florian Kuklinski gefoult) an den Pfosten (41.). Zudem wurde einem Kopfballtor von Lennart Halver wegen einer angeblichen Abseitsstellung von Schiedsrichter Alexander Schmidt fälschlicherweise die Anerkennung verweigert (30.). So blieb ein Treffer von Grbavac zum 1:0 nach feinem Hackentrick von Weihmann (40.) die ganze Ausbeute einer überlegen geführten ersten Hälfte. „Das war viel zu wenig“, meinte Jeromin selbstkritisch. „Normalerweise müssen wir zur Pause 3:0 oder 4:0 führen, dann ist früh Ruhe im Karton. Wir haben es unnötig spannend gemacht.“

Die Unkonzentriertheit vor dem gegnerischen Tor setzte sich gleich zu Beginn der zweiten Hälfte fort, als Hauke Horstmann den Ball aus kurzer Distanz ans Lattenkreuz nagelte (47.). So stand der Sieg gegen einen in der zweiten Hälfte stärker agierenden RTSV weiter auf tönernen Füßen. „Leider haben wir dann wieder einmal Geschenke verteilt“, haderte Bohla mit der unglücklichen Aktion Herzigs. Vielleicht hätte die Partie noch einmal eine andere Wendung genommen, wäre Malte Hehlert kurz nach seiner Einwechselung mit einem Kopfball nicht am glänzend reagierenden Jeromin gescheitert (66.). Anschließend geriet der Vorsprung aber nicht mehr in Gefahr, so dass die Osterrönfelder Spieler nach dem Abpfiff allen Grund zum Feiern hatten.

Osterrönfelder TSV: Jeromin – Mosebach, Halver, Dollnick, Reimer – Weihmann (81. Clausen), Jahnke (78. Kock), Müller, Horstmann (84. Piotraschke) – Grbavac, Kuklinski.
Rendsburger TSV: Wiechert – Dell, Müller, Herzig (65. M. Redzepovski), Alaca – Cavdar, S. Redzepovski, Lehmann – Schnepel, Ahrends (65. Hehlert), Mu. Korkmaz.
SR: Schmidt (Todenbüttel). – Zuschauer: 250.
Tore: 1:0 Grbavac (40.), 2:0 Weihmann (64.).
Besondere Vorkommnisse: Jeromin (OTSV) schießt Foulelfmeter gegen Pfosten (41.).

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erstellt am 05.Mai.2014 | 06:00 Uhr

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