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Fussball-Kreispokal : OTSV dank Derbysieg im Halbfinale

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Viertelfinale muss sich der Rendsburger TSV dem Ligakonkurrenten aus Osterrönfeld mit 1:2 geschlagen geben.

Im Halbfinale des Fußball-Kreispokals Rendsburg-Eckernförde sind die Verbandsligisten unter sich. Der TuS Rotenhof musste dafür aber ins Elfmeterschießen gehen, um sich gegen Vineta Audorf durchzusetzen. Im Derby zwischen dem RTSV und dem OTSV setzten sich die Gäste aus Osterrönfeld durch. Das Halbfinale wird am 3. Dezember auf der Arbeitstagung anlässlich des Hallenmasters ausgelost.

Rendsburger TSV – Osterrönfelder TSV 1:2 (1:0)

Dieses gut besuchte Derby erlebte zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten. Im ersten Durchgang hatte zwar der OTSV die erste große Chance, doch diese vergab Tom Jahnke leichtfertig. Fast direkt im Gegenzug ließen sich die Gäste im Mittelfeld zu einfach den Ball abnehmen. Der RTSV schaltete geschickt um und ging durch Dennis Schnepel in Führung. „Wir haben danach auch nichts zugelassen und einen ganz ordentlichen Fußball gespielt“, sagte Rendsburgs Trainer Stephan Waskönig. „Der RTSV hatte im ersten Durchgang mehr vom Spiel, aber nach der Pause waren wir mindestens ebenbürtig“, wusste dagegen OTSV-Trainer Olaf Lehmann. Seine Elf glich erst durch Kai Zapfe (54.) aus, und erzielte knapp zehn Minuten vor dem Ende durch Florian Kuklinski das Siegtor. „Hinten raus ging der OTSV-Sieg in Ordnung. Wir waren überheblich, haben das Fußball spielen einfach eingestellt“, kritisierte Waskönig, der dem Gast aus Osterrönfeld eine „gnadenlose Effektivität“ bescheinigte.
Tore: 1:0 Dennis Schnepel (9.), 1:1 Zapfe (54.), 1:2
Kuklinski (82.).

VfR Eckernförde – Gettorfer SC 1:6 (1:4)

Der Verbandsligist aus Gettorf wurde seiner Favoritenrolle vollauf gerecht. Das musste auch Eckernfördes Trainer Arne Witt eingestehen: „Der Gettorfer Sieg geht vollauf in Ordnung. Sie waren uns in allen Belangen überlegen und einfach eine Nummer zu groß.“ Dies traf vor allem auf Gettorfs Neuzugang Yannick Wolf zu, der wieder seine große Klasse demonstrierte, und den der VfR nie richtig in den Griff bekam. Witt: „Wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, hätte Fabien Lecour seine Chance kurz nach der Pause genutzt. Ich will damit nicht sagen, dass die Partie dann völlig anders gelaufen wäre, allerdings hätte uns der Treffer vielleicht neuen Schwung gegeben. Nur die Rote Karte gegen ihn fand ich etwas hart. Das musste beim Stand von 1:5 wirklich nicht sein.“ Dies trifft allerdings auch auf dessen Treten gegen Nils Zimmer zu. „Ich denke, es war ein völlig verdienter Sieg von uns“, sagte GSC-Coach Tim Rogge.

Tore: 0:1 T. Gravert (14., FE), 0:2, 0:3 Y. Wolff (17., 21), 0:4 T. Gravert (26., FE), 1:4 Carl (40.), 1:5 T. Gravert (53., FE), 1:6 Klass Weber (70.). Rote Karte: Lecour (85., Tätlichkeit, VfR).

Vineta Audorf – TuS Rotenhof 5:6 n.E. (2:2, 3:3)

In diesem Spiel war alles drin, was die rund 200 Zuschauer von einem Pokalfight erwarten durften: Elf Tore, Verlängerung, Elfmeterschießen, Platzverweis – es fehlte nichts in dieser Partie! Trotz des knappen Ausgangs gab Audorfs Trainer Norman Bock hinterher aber offen zu: „Rotenhof war uns dennoch klar überlegen. Die hatten fast alle fünf Minute eine Großchancen.“ Dennoch war es der Außenseiter aus Audorfer, der durch Patrick Scheer in Führung ging (13.). Der Verbandsliga-Aufsteiger drückte in der Folge auf den Ausgleich, fand aber kein Mittel gegen die gut stehende Vineten-Abwehr. Als Benjamin Schuster mit seinem 2:0 (56.) das Spiel vollkommen auf den Kopf stellte, bewies der TuS allerdings Moral und erzielte in der Nachspielzeit noch den verdienten Ausgleich durch Torwart Stefan Johannsen, obwohl kurz vorher Rotenhofs Dennis Bienwald wegen Schiedsrichterbeleidigung noch die Rote Karte gesehen hatte. Da beide Teams in der Verlängerung noch einmal trafen ging es ins Elfmeterschießen, in dem beide Schlussleute jeweils zweimal abwehrten, die Audorfer jedoch zusätzlich noch einmal die Querlatte trafen. Somit zog der der TuS Rotenhof glücklich, aber verdient ins Halbfinale ein. „Wir hätten das Spiel schon klar in den 90 Minuten für uns entscheiden müssen“, sagte TuS-Coach Thomas Gosch. „Wahnsinn, was wir da für Chancen ausgelassen haben.“

Tore: 1:0 Scheer (13.), 2:0 Schuster (56.), 2:1 Harald Giese (75.), 2:2 Johannsen (90.+3), 2:3 Bruns (115.), 3:3 Schuster (118.). Rote Karte: Bienwald (90.+2, Beleidigung, TuS).


Büdelsdorfer TSV – Eckernförder SV 0:2 (0:1)

In dieser Partie ließen die favorisierten Gäste aus Eckernförde nur in der ersten halben Stunde etwas anbrennen. Da spielte der Verbandsliga-Absteiger aus Büdelsdorf durchaus gefällig mit und hatte durch Johannes Kaak und Kevin Wardin auch die besseren Chancen. „In dieser Phase müssen wir in Führung gehen, wir haben das Spiel bestimmt“, sagte BTSV-Trainer Adrian Königsmann. Dem wollte ESV-Trainer Stefan Mackeprang nicht zustimmen: „Wir wollten bei der Hitze nicht auf Teufel komm raus nach vorne spielen. Das war taktisch von uns so gewollt.“ Entschieden wurde die Partie durch die individuelle Klasse der Gästespieler. Vor dem 1:0 spielte Nicolas Lietz einen Traumpass auf Stürmer Victor Buchholz, der eiskalt zur Pausenführung traf. Nach dem Wechsel „spielte der ESV sehr abgeklärt“, wusste Königsmann, dessen Elf sich nun kaum noch nennenswert in Szene setzen konnte. Die Eckernförder gewannen alle wichtigen Zweikämpfe und ließen die Büdelsdorfer nur einmal gefährlich vor das eigene Tor kommen. Beim Torschuss aus aussichtsreicher Position trat Marvin Jessen jedoch unglücklich in den Boden – die Chance war dahin und Jessen musste sogar verletzt ausgewechselt werden. Zu diesem Zeitpunkt führte der ESV aber bereits mit 2:0. Wieder ging dem Tor von Tim Schikorr (64.) eine starke Einzelleistung voran, als Daniel Kranz vier Büdelsdorfer stehen ließ.

Tore: 0:1 Buchholz (41.), 0:2 Schikorr (64.).

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