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Nortorf : „Ostseejagd“ für einen guten Zweck

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Krimiautorin Eva Almstädt stellte ihren neuen Kriminalroman im Nortorfer Markushaus vor. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Heike Denzau und Angelika Svensson liest sie am 1. Juni in Büdelsdorf zugunsten des Weißen Ringes.

Eine Leiche, deren Gesicht unkenntlich gemacht wurde, wird am Strand gefunden, später ein menschliches Skelett im Wald. Zudem tauchen zwei mysteriöse Schwestern und ein geheimnisvoller Stalker auf. Im Nortorfer Markushaus drehte sich einen Abend lang alles um den neuesten Fall der Lübecker Kriminalkommissarin Pia Korittki. Auf Einladung der Nortorfer Kulturinitiative „Literatur Live“ las Eva Almstädt aus ihrem neuen Kriminalroman „Ostseejagd“. Demnächst ist die Autorin aus Bargteheide im Kreis Rendsburg-Eckernförde zu Gast: Am Donnerstag, 1. Juni, wird sie gemeinsam mit Heike Denzau und Angelika Svensson zugunsten des Weißen Ringes lesen.

Bevor die Eva Almstädt 2001 das Schreiben von Kriminalromanen für sich entdeckte, war sie in Hannover in der Wohnraum- und Küchenplanung tätig. Nachdem sie Innenarchitektur an der Fachhochschule für Kunst und Design in Hannover studiert hatte, erlernte sie das Raumausstatter-Handwerk – unter anderem in den Film- und Fernsehproduktionsanstalten des Studio Hamburgs. Mit ihrem Buch „Kalter Grund“ veröffentlichte sie 2004 den ersten Fall der Lübecker Kriminalkommissarin Pia Korittki. Neben der Autorenvereinigung „Mörderische Schwestern“ ist Almstädt ebenfalls Mitglied im „Syndikat“.

„Ostseejagd“ ist bereits der zwölfte Fall, den Pia Korittki zu lösen hat.

Detailliert und mit vielen lebhaften Bildern lässt die Autorin ihre Leser an den Ermittlungen der Kriminalkommissarin teilhaben und fesselt sie bis zur Lösung. Zu neuen Romanen inspirieren sie besondere Orte und ihre Geschichten. So war es zum Beispiel bei „Ostseeblut“ mit der Blomenburg im Kreis Plön ein ehemaliges Schwesternheim, das der Kriminalautorin auf eine Idee brachte. In „Ostseefeuer“ dient eine alte Dorfkirche als Grundlage für den Roman. „Manchmal habe ich aber auch erst die Idee für einen Fall und mache mich dann auf die Suche nach einer geeigneten Location – das ist dann aber wesentlich schwieriger“, gibt Almstädt zu.

Obwohl sie bereits zwölf Bücher veröffentlichte, sei jeder Roman wieder eine neue Herausforderung. „Man muss die Geschichte ja nicht nur logisch zu Ende bringen, der Spannungsbogen muss ebenso bis zum Ende erhalten bleiben“, erklärt die Autorin. Ähnliches gelte für die Romanfiguren. Auch sie müssen genau durchdacht sein. „Ob Kommissar oder Mörder - grundsätzlich stecke ich erst einmal in jeder Figur, um sie zu charakterisieren“, fügt Almstädt an. Das gelte besonders für die Hauptfigur Pia Koritkki, die einen sehr vielschichtigen Charakter hat und sich unaufhörlich weiterentwickelt.

Auch wenn es sicher die eine oder andere Parallele zwischen der Autorin und ihrer Romanfigur gäbe, seien die beiden Frauen sehr unterschiedlich. „Eine Kriminalkommissarin Pia Korittki würde sich zum Beispiel niemals hinsetzen und ein Buch schreiben“, scherzt Almstädt. Aber vielleicht würde sie sich wie Almstädt für den Weißen Ring engagieren. Die Landeszeitung veranstaltet im Druckzentrum des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages in Büdelsdorf eine Benefizlesung zugunsten der Opferhilfeorganisation. „Als ich gefragt wurde, ob ich mitmachen wolle, habe ich spontan zugesagt“, bestätigt Almstädt. In der Regel gebe sie zwei Benefizlesungen im Jahr. „Ich freue mich schon darauf, gemeinsam mit meinen Kolleginnen aufzutreten“.

BENEFIZ-LESUNG

> Drei Ermittlerinnen – drei Autorinnen: Benefizlesung von Eva Almstädt, Angelika Svensson und Heike Denzua zugunsten des Weißen Rings, Donnerstag, 1. Juni, Beginn 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr), Büdelsdorf, sh:z-Druckzentrum. > Karten: Eintrittskarten für sh:z-Abonnenten im LZ-Kundencenter, Stegen, zum Preis von zehn Euro. Die übrigen Tickets kosten zwölf Euro, Coburg’sche Buchhandlung, Nienstadtstraße. > Informationen über die Opferhilfeorganisation: www.weisser-ring.de

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