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Fussball : Osterrönfelder Schiedsrichter bei Länderspielklassiker dabei

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Es war das bisherige Highlight seiner „Laufbahn in Schwarz“. Gemeinsam mit vier SHFV-Kollegen durfte Friedrich Wichmann vom Osterrönfelder TSV beim U17 Vier-Nationen-Turnier des Deutschen Fußballbundes mitwirken.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2013 | 20:30 Uhr

Als zweiter Assistent bei Drittligaschiedsrichter Malte Dittrich leitete Wichmann den Klassiker Deutschland gegen Italien im „Stadion Hoheluft“ des Regionalligisten SC Victoria Hamburg.

Der Verbandsliga-Schiedsrichter, der auch in den Junioren-Bundesliga an der Linie steht, sammelte jede Menge neuer Eindrücke. Besonders die Professionalität rund um die Partie war für den Nachwuchsreferee neu. „Um den Kabinentrakt betreten zu können, benötigten wir eine Zugangsberechtigungskarte“, berichtete er. Außerdem liefen sehr viele Menschen einschließlich der Schiedsrichter in Anzügen herum, was auf Landesebene eher selten der Fall ist. Dass bei Spieler dieser Größenordnung nichts dem Zufall überlassen wird, erkannte er schnell. Die Zeitpunkte für die Ausrüstungskontrolle, das Auflaufen und das Abspielen der Nationalhymnen wurden vorgeschrieben und von den DFB-Verantwortlichen überwacht. „Der Moment als die Hymnen gespielt wurden, war ein ganz besonderer“, so Wichmann.

Mit dem Anpfiff begann wieder die Routine für den 23-Jährigen. Da die U17-Kicker unter Profibedingungen trainieren und von der ersten bis zur letzten Minute Tempo gehen, war jederzeit vollste Konzentration und körperlicher Einsatz gefragt. „Die Jungs spielen einfach Fußball“, freute sich der Bankkaufmann. „Man konnte und musste viel laufen lassen. Die Spieler und Trainer verlangen es auf dieser Ebene so.“

Ebenso wie die Spieler möchten sich auch die Schiedsrichter stets weiterentwickeln und dazu lernen. Dabei dient eine Spielleitung gemeinsam mit einem klassenhöheren Referee besser als jede theoretische Videoeinheit. „Malte Dittrich ist Spieledieser Art gewöhnt. Trotzdem wirkte er nicht überheblich, sondern positiv entspannt und dem Spiel angemessen konzentriert“, lobte Wichmann. „Er hat uns sofort in seinem Team akzeptiert und selbst für eine lockere Atmosphäre gesorgt.“ Die Devise lautete „das Spiel zu genießen“. Anders als sonst war die Vorbesprechung, die im Quartett vollzogen wurde. Die administrativen Aufgaben hat der vierte Offizielle abgenommen. Auch die Resonanz der Öffentlichkeit war vergleichsweise enorm. Zwar ist der eine oder andere schon öfters vor mehr als 1000 Zuschauern seinem Hobby nachgegangen, selten aber waren darunter Legenden wie Ehrenspielführer Uwe Seeler, U21-Coach Horst Hrubesch oder Italiens Weltmeister von 1982 Giancarlo Antognoni. Zudem wurde die Partie von Kameras aufgezeichnet und in Teilen auf der Homepage des DFB publiziert.

Für den Osterrönfelder war es ein Ansporn, sich mit guten Leistungen selbst für höhere Spiele zuqualifizieren.

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