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Landeszeitung

11. Dezember 2017 | 22:42 Uhr

Osterlämmer spielen nur die zweite Geige

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Esel-Fohlen klarer Besucherliebling in der Arche Warder

shz.de von
erstellt am 06.Apr.2015 | 16:27 Uhr

Lämmer, Häschen und Küken – die vermeintlichen Hauptdarsteller des Osterprogramms sind am Wochenende im Tierpark Arche Warder klar in den Schatten gestellt worden: Poitou-Hengstfohlen „Fridolin“ erwies sich als unumstrittener Publikumsliebling. „Bei aller Sachlichkeit, die bei meiner Arbeit gefordert ist, muss man halt feststellen: ‚Fridolin‘ ist einfach sehr süß“, befand Tierpark-Direktor Professor Dr. Dr. Kai Frölich.

Der fünf Wochen alte „Fridolin“ tobte auf einer Weidefläche mit seiner Mutter „Pauline“, der hochschwangeren Tante „Aleboune“ sowie den beiden Zwergeseln „Que sera“ und „Frauke“ herum. „Toben, trinken, schlafen: So sieht derzeit sein Tagesablauf aus“, berichtete Tierpfleger Thomas Petersen. Nach vier Poitou-Hengstfohlen in Folge wünscht man sich in der Arche Warder von Eseldame „Aleboune“ endlich ein Stutenfohlen. „Aleboune“ ist im zwölften Monat schwanger und steht bereits seit zwei Wochen auch nachts unter permanenter Beobachtung. Thomas Petersen und sein Kollege Mathias Frohreich übernachten seitdem in einem Wohnwagen auf dem Arche-Gelände, von wo aus sie abwechselnd die Live-Bilder einer Kamera überwachen, die in „Alebounes“ Abfohlbox im Tierschauhaus installiert ist.

„Es ist erstaunlich, wie viele Besucher wir hier zu Ostern begrüßen dürfen“, freute sich derweil Tierpark-Direktor Frölich über den Besucheransturm an den Feiertagen, „das zeigt das Interesse der Leute daran, alte Haustierrassen in der Landschaft und in artgerechter Haltung präsentiert zu bekommen.“ Es gebe viel Lob für die weitläufigen Gehege der Arche, vermerkte Frölich: „Die Leute haben erkannt, dass sich Warder konzeptionell und vom Erscheinungsbild her komplett geändert hat.“ Die Bereitschaft, sich „mit nachhaltiger Landwirtschaft und Tierzucht auseinanderzusetzen“, zeigte sich auch bei den Führungen zur Kükenstation. „Weil das ja ein ganz aktuelles Thema ist, wollten die Leute wissen, ob wir auch alle männlichen Küken gleich töten“, berichtete Christoph Gorniak. „Wir behalten alle Küken erst einmal mindestens acht Wochen hier, bevor wir versuchen, sie als Zuchttiere abzugeben.“ Führungen zu den Kaninchen standen ebenso auf dem Osterprogramm wie die mit Süßigkeiten belohnte Suche nach 150 goldfarbenen Ostereiern.

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