Tipps von der Rensburger feuerwehr : Orkan in SH: Gut gerüstet für Sturmtief Christian II

Drei Sturmtiefs sind im Anmarsch. Da gilt es, nicht nur die Regenschirme gut festzuhalten.
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Drei Sturmtiefs sind im Anmarsch. Da gilt es, nicht nur die Regenschirme gut festzuhalten.

Gegenstände auf Balkon und Terrasse sollten gesichert werden. Und im Freien sollte man sich nach Möglichkeit nicht aufhalten, rät Wehrführer Gerrit Hilburger. Die Rendsburger Wehr ist mit zehn Sägen gut für Baumbeseitigung auf den Straßen vorbereitet.

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08. Januar 2015, 18:54 Uhr

Entwurzelte Bäume, herabfallende Dachteile – Orkan Christian hat im Oktober 2013 für Wirbel gesorgt und den Feuerwehren in kurzer Zeit reichlich Arbeit beschert. Jetzt zieht Christian II herauf und hat noch zwei weitere Tiefs im Schlepptau. Sowohl heute wie auch am morgigen Sonnabend werden in einigen Landesteilen Windböen mit bis zu 100 Stundenkilometern und mehr erwartet. Aber die Feuerwehren sind gut vorbereitet und haben Vorsorge-Tipps heraus gegeben.

„Holen Sie alles vom Balkon. Sichern Sie Klappstühle und leichte Teile – auch auf der Terrasse“, rät Gerrit Hilburger. Der Chef der Rendsburger Feuerwehr empfiehlt außerdem, Mülltonnen so aufzustellen, dass sie nicht weggeweht werden können. Und wenn die gelben Säcke auf die Abfuhr warten, sollten diese an den Mülltonnen befestigt werden.

Damals mussten die Rendsburger Feuerwehrleute zu 30 bis 40 Einsätzen in einer Stunde ausrücken. „Die Alarmmeldungen kamen im Sekundentakt“, so Hilburger. Das bedeutete auch, dass die Einsatzleitstelle an ihre Leistungsgrenzen kam. Im Rendsburger Stabsraum stehen daher schon die Rechner bereit. Ein bis zwei Mann werden dann die Einsätze erfassen, zwei Mann disponieren und ein bis zwei Sichter werden unterwegs sein, um die Schäden zu begutachten und zu klären, welche Gefahrenquellen sofort beseitigt werden müssen, erläutert der Wehrführer das Konzept. Zudem können sich Rendsburger, sollten sie unter Telefon 112 in der Warteschleife hängen, unter der Telefonnummer 123090 direkt an die Wehr wenden. Das gelte aber nur für Bewohner in der Kanalstadt, betont Hilburger.

Damit „die Einsatzkräfte nicht immer quer durch die Stadt müssen“, werden werden außerdem Einsatzwagen im Norden und zum Beispiel in der Schleife positioniert, erläutert Hilburger. Zehn Sägen stehen der Wehr zur Verfügung, um dafür zu sorgen, dass die Straßen passierbar bleiben. Zusätzlich arbeitet die Wehr mit dem Umwelt- und Technikhof zusammen. Der Bevölkerung rät die Feuerwehr:

> Schützen Sie Keller und Niedergänge rechtzeitig vor eindringendem Wasser. Achten Sie darauf, dass Rückschlagventile im Keller funktionsfähig sind.
> Wer sich nicht im Freien aufhalten muss, sollte das Haus nicht verlassen – besonders Kinder und alte Menschen.

> Wälder und Alleen sollten gemieden werden – nicht nur während, sondern auch nach dem Orkan.

> Stellen Sie Fahrzeuge sicher ab. Bei Baustellen oder morschen Bäumen kann der Wind Teile lockern.
> Beim Ein- und Aussteigen den Griff der Fahrzeugtüren festhalten.
> Erhöhte Gefahr bei Brücken oder Tunnelausfahrten: Fahrbahnglätte, Dachlasten oder Aufbauten, die eine breite Angriffsfläche bieten, können dazubeitragen, dass das Fahrzeug vom Sturm verrissen wird.  Dachlasten und Anhänger sollten an stürmischen Tagen vermieden werden.

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