Kommunalwahl : Ohrfeige für CDU – bunte Reihe im Kreistag

Große Verluste bei der CDU (9,1 Prozentpunkte), eine fast stabile SPD (minus 0,9) und Zuwächse bei FDP und den Grünen. Der SSW wieder im Kreistag, neu dabei die Linke.

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26. Mai 2008, 12:10 Uhr

Ein völlig anderes, buntes Bild bietet der künftige Kreistag Rendsburg-Eckernförde. Die absolute Mehrheit (51,7 Prozent) der CDU wurden von Wählern auf 42,5 Prozent reduziert. Die SPD rutschte "nur" von 29,2 auf 28,2 Prozent. Dafür wuchsen FDP (von 6,3 auf 9,4) und die Grünen (von 7,7 auf 9,1 Prozent). Wieder im Kreistag ist nach fünf Jahren Pause der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) und neu die Linkspartei.
Lutz Clefsen, CDU-Spitzenkandidat und amtierender Kreispräsident, versprach: "Wir werden mit allen Parteien zusammenarbeiten. Mit dem Ergebnis könne er leben." Mitverantwortlich für das Ergebnis machte Clefsen vor allem die große Koalition in Berlin. Ramona Wissemann, SPD-Fraktionsvorsitzende und -Spitzenkandidatin, zeigte sich ganz zufrieden. "Wir haben alle Federn lassen müssen", sagte sie, aber wichtig sei, dass die absolute Mehrheit der CDU gebrochen sei.
Linke begeistert

"Ein ganz tolles Ergebnis", verbuchte Christine Aschenberg-Dugnus, FDP-Spitzenkandidatin für die Liberalen. "Sehr zufrieden" zeigten sich auch die Grünen mit ihren Spitzenkandidaten Dr. Marret Bohn, Armin Rösener und Norbert Schildbach. Pure Freude bei SSW-Spitzenkandidat Hartmut Steins aus Eckernförde, nach fünf Jahren habe man jetzt, wie erhofft, die Fraktionsstärke erreicht. "Wir sind jetzt auch im Kreistag angekommen", stellte Michael Skrowonnek aus Rendsburg begeistert für die Linkspartei fest.

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