Mastbrook : Ohne Sporthalle ins neue Schuljahr

Schulleiter Detlef Vogel vor der unfertigen Sporthalle. Nach den Herbstferien sollen die Schüler sie nutzen können.
Schulleiter Detlef Vogel vor der unfertigen Sporthalle. Nach den Herbstferien sollen die Schüler sie nutzen können.

Die Mehrzweckhalle Mastbrook wird erst Ende September fertig. Rektor Vogel musste Einschulungsfeier auf zwei Standorte aufteilen.

shz.de von
22. August 2018, 19:17 Uhr

50 Jungen und Mädchen sind gestern an der Grundschule Mastbrook eingeschult worden. Die Feier mussten der Schulleiter Detlef Vogel und die Konrektorin Susanne Büge auf zwei Standorte verteilen, weil die neue Sporthalle nicht rechtzeitig zum Schuljahresbeginn fertig geworden ist. Die Einschulung der Klasse 1a fand im Gemeindehaus in der Stargarder Straße statt. Schüler, Eltern und Großeltern der Klasse 1b versammelten sich im Foyer der Grundschule.

„Ich bin heilfroh, dass jetzt als verbindlicher Fertigstellungstermin der Sporthalle Ende September genannt wurde“, machte Detlef Vogel seine Erleichterung deutlich. Nach den Herbstferien, die am 19. Oktober enden, könne endlich regulärer Sportunterricht in der neuen Halle stattfinden. Während der vergangenen eineinhalb Jahre fanden die Sportstunden für die Mastbrooker Grundschüler an der Schule Rotenhof statt. „Sport gab es immer in Doppelstunden, und die Schüler wurden mit einem Bus dorthin gebracht“, berichtete Vogel.

Für dieses Schuljahr war die Schulleitung davon ausgegangen, die neue Halle nutzen zu können und hat den Stundenplan darauf ausgerichtet. „Nun hoffen wir, dass das Wetter bis zu den Herbstferien so gut bleibt, dass der Sportunterricht draußen stattfinden kann“, so Vogel.

Die fehlende Halle habe das Schulleben belastet, betonte er. Die Möglichkeit, bei der Erkrankung einer Lehrkraft zwei Klassen in der Sporthalle durch eine Lehrerin sinnvoll zu beschäftigen, habe gefehlt. „Als verlässliche Grundschule können wir die Kinder ja nicht einfach nach Hause schicken“, machte Vogel deutlich. Zudem seien die „Rituale des Schulalltags“ auf der Strecke geblieben. Für die Vollversammlungen der Schüler habe es keinen angemessenen Raum gegeben. „Das gehört zum demokratischen Schulleben, und das lag danieder.“

An der Grundschule Mastbrook sind 50 Schüler in zwei Klassen eingeschult worden. 20 von ihnen haben einen Migrationshintergrund. Weitere zehn, die kaum oder nicht deutsch sprechen, verbringen das 1. Schuljahr an der Grundschule Rotenhof, weil diese Zentrum für „Deutsch als Zweitsprache“ (DAZ) ist.

Ab dem 2. Schuljahr kommen die Kinder zur Schule Mastbrook, die vom Land zusätzlich 42 Lehrerstunden für Sprachunterstützung erhalten hat.

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