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Handball : Ohne Leistungsträger ist auf dem Kiez nichts zu holen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg hat bei der 18:30-Auswärtspleite beim FC St. Pauli keine Chance.

Am Sonnabend gab es auf dem Hamburger Kiez doppelten Grund zum Feiern. Zunächst schlugen die Zweitliga-Fußballer des FC St. Pauli den FSV Frankfurt mit 2:1, danach gewannen die Oberliga-Handballer des FC mit 30:18 (14:8) in der benachbarten Sporthalle gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg.

Wie so oft war die Halle vollbesetzt und reichlich gefüllt mit Fußballfans, die die vier Stunden zwischen Fußballab- und Handballanpfiff in den benachbarten Kneipen verbracht hatten. „Die Pöbeleien haben ganz schön zugenommen, das war früher nicht so“, kritisierte Kociok die Rahmenbedingungen. Viel mehr hatte er jedoch mit dem Auftritt seines Teams zu hadern, das völlig chancenlos war – und das nicht nur, weil es kein Haftmittel benutzen durfte. Es scheint so, als verfolge die HSG das Verletzungspech der letzten Jahre weiterhin. Ohne die länger verletzten Neuzugänge Niklas Ranft und Finn Dethlefsen, ohne den Halblinken Jens-Christian Woldt, ohne den Linksaußen Leonard Jöhnk, ohne den ab der zweiten Halbzeit disqualifizierten Dennis Schrader, ohne die in der Folge verletzten Janek Fisch, Niklaas Seehase und Christian Cardis und spielerisch auch ohne Patrick Petriesas, der einen völlig gebrauchten Tag erwischt hatte, fehlten Kociok schlicht die Spieler, um für eine Überraschung auf dem Kiez zu sorgen. Bereits zur Pause führte der FC St. Pauli mit 14:8. Unzählige Fehlwürfe seiner Spieler beziehungsweise glänzende Paraden des Hamburger Keepers Thies Harms waren der Hauptgrund dafür. „Man kann immer viel vom Kompensieren reden, aber irgendwann merkt jede Mannschaft, dass sie auf die Leistungsträger angewiesen ist“, sagte Kociok konsterniert.

Nach einem Rempler kurz vor der Pause wurde Dennis Schrader disqualifiziert. Danach wurde es bitter, denn St. Pauli legte einen 7:1-Lauf zum 21:9 (43.) hin. Kociok mühte sich nach Kräften, die Ausfälle aufzufangen, setzte Fabian Cohrt und Janek Fisch abwechselnd auf den Halbpositionen ein, agierte mit zwei Kreisläufern und ohne Mittelmann, doch bringen tat das nichts. Auch zwei Rote Karten für St. Pauli halfen der HSG nicht mehr. Das Schlussbild war verheerend: Die Anzeigetafel zeigte das 18:30, auf der Auswechselbank hockten neben dem verletzten Niklaas Seehase Christian Cardis mit einer dicken Stirnbeule und Janek Fisch mit einem verletzten Knie. Ringsum machten sich geknickte Westerrönfelder auf in die Kabine und schnell ab zur Rückfahrt.

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Töllner, Martensen – Hohnsbehn (5/2), Schrader (2/1), Jüschke (3), Cardis, Fisch (1), C. Cohrt (2), Petriesas, Moreau (1), Seehase, F. Cohrt (3), K. Schöler (1).

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erstellt am 15.Sep.2013 | 23:54 Uhr

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