Handball : Ohne „Backe“ – OKT-Trainer Becker setzt auf Heimvorteil

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In der Handball-SH-Liga der Frauen will die abstiegsbedrohte HG OKT II den Heimvorteil gegen den Lauenburger SV nutzen. In der Geestlandhalle herrscht „Backeverbot“.

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07. März 2019, 18:08 Uhr

Zeit für einen weiteren Big Point! Am Sonnabend trifft Tabellenführer TSV Alt Duvenstedt im Spitzenspiel der Handball-SH-Liga der Frauen auf Verfolger TSV Lindewitt. Mit Saisonsieg Nummer 18 wäre die Meisterschaft zugunsten der Alt Duvenstedter so gut wie entschieden. Im Kampf um den Klassenerhalt stehen die HG OKT II und die HSG Eider Harde vor richtungweisenden Spielen. Die OKT-Reserve könnte mit einem Sieg über den Lauenburger SV die Abstiegsplätze verlassen, Schlusslicht Eider Harde hätte im Falle eines Erfolges gegen die SG Dithmarschen Süd auch wieder Chancen auf den Verbleib in der höchsten Spielklasse auf Landesebene.

HG OKT II – Lauenburger SV (Sbd., 15 Uhr)

„Gegen Lauenburg und Oeversee nächste Woche müssen wir punkten“, sagt HG-Trainer Jörg Becker mit Blick auf die beiden Spiele gegen unmittelbare Konkurrenten. Es wird für sein Team Zeit, die Abstiegsplätze zu verlassen und die Chance dazu ist da. Sogar bis auf Platz 10 könnte es springen, wenn man gewänne. Andernfalls könnten die anderen Teams unangenehm davonziehen. „Es war wichtig, Wellingdorf vor zwei Wochen im direkten Vergleich geschlagen zu haben, aber jetzt müssen wir nachlegen“, fordert Becker. Im Hinspiel machte Lauenburg mit seiner Mannschaft kurzen Prozess und gewann 24:16. Doch diesmal sieht Becker bessere Chancen. „Ich weiß, dass niemand gern ohne Backe spielt, aber wir haben uns mittlerweile dran gewöhnt. Lauenburg hatte da immer Probleme.“ Aus seiner Zeit bei der HSG Fockbek/Nübbel erinnert sich der jetzige HG-Coach noch daran, dass die harzfreien Heimspiele stets gewonnen, die Auswärtsspiele verloren wurden. Da in der Kropper Geestlandhalle nun auch auf „Backe“ verzichtet werden muss, hofft Becker auf diesen Vorteil. „Natürlich ist trotzdem die Grundvoraussetzung, unser Spiel auf die Platte zu bringen“, sagt er. Vor allem die erste und zweite Welle Lauenburgs sowie die harte Abwehr gelte es in den Griff zu bekommen. Wer genau ihm zur Verfügung stehen wird, war gestern noch nicht klar. Fest steht indes, dass Sina Stachowski und Alicia Carstensen aus der dritten Mannschaft hochrücken.

TSV Lindewitt – TSV Alt Duvenstedt (Sbd., 16.45 Uhr)

Dass die Teams vor dem direkten Duell schon acht Punkte voneinander trennen, liegt in erster Linie daran, dass Alt Duvenstedt bisher noch nicht verloren hat. Zusätzlich leistete sich Lindewitt zuletzt einige Patzer. So verloren die Gastgeberinnen jüngst gegen die SG Dithmarschen Süd und standen gegen die HSG Eider Harde kurz vor einem Punktverlust. „Wir fahren nach Lindewitt, um weiter ungeschlagen zu bleiben“, sagt Alt Duvenstedts Trainer Torben Kutschke. Das alles heißt natürlich nicht, dass das Auswärtsspiel für den TSV zu einer leichten Aufgabe werden wird. Gegen den SV Sülfeld tat sich Kutschkes Team zuletzt ebenfalls schwer und entschied das Spiel erst in den Schlussminuten. Doch genau diese Qualität macht den Tabellenführer aus. „Die Mannschaft kann die ganze Saison über schon gut mit schwierigen Situationen umgehen“, lobt Kutschke. Für Lindewitt wäre der Zug Richtung Meisterschaft durch eine Niederlage komplett abgefahren, sodass Alt Duvenstedt mit einem letzten Aufbäumen rechnen muss. Zumindest die Vizemeisterschaft wollen die Gastgeberinnen retten und sich den Tabellendritten Mönkeberg-Schönkirchen vom Hals halten. Kutschke: „Ich denke, dass es ein schöneres und schnelleres Spiel als gegen Sülfeld wird.“

HSG Eider Harde – SG Dithmarschen Süd (Sbd., 17 Uhr)

Das Schlusslicht ist zurzeit gut drauf. Vier Punkte holte die HSG Eider Harde aus den letzten drei Partien, dazu gab es eine nur knappe Niederlage gegen den Tabellenzweiten Lindewitt. Und wenn Sülfeld und Treia geschlagen wurden, dann ist das auch gegen den Tabellenneunten SG Dithmarschen Süd möglich. Für die verhinderte Trainerin Annegret Plöhn-Schmalfeld sitzen an diesem Wochenende ihr Bruder Malte sowie Jenny Katzmann auf der Bank. „Es wird ganz wichtig sein, auf gute Chancen zu warten und nicht zu unvorbereitet zu werfen. Dafür ist die Torhüterin einfach zu gut“, hat Malte Plöhn sich informiert. Auch auf Dithmarschens Rückraumrechte Gesa Breier gelte es für die Eider Harde-Abwehr, ein Augenmerk zu legen. Als Vorteil sieht Plöhn, dass die Gäste mit der für sie ungewohnten „Backe“ spielen müssen. „Dithmarschen hat zu Hause ohne Harz vielmehr Punkte gesammelt als auswärts.“ Im Hinspiel verlor Eider Harde mit einem Tor, hatte allerdings kurz vor dem Ende mit vier zurückgelegen. Der HSG wird Helen Rohwer (gebrochener Zeh) fehlen.

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