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Ausstellung : Offenes Atelier nach langer Pause

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die letzte Atelier-Ausstellung liegt vier Jahre zurück. In der Zwischenzeit konzentrierte sich Ute Meise auf das Malen. Doch jetzt öffnet die Künstlerin wieder ihr Atelier für die Öffentlichkeit.

RENDSBURG

Ute Meise meldet sich zurück: Vor vier Jahren hatte die Rendsburgerin zum letzten Mal zu einer Ausstellung in ihrem Atelier eingeladen. Die Künstlerin konzentrierte sich nur noch auf das Malen und nahm sich eine Auszeit von den regelmäßigen öffentlichen Präsentationen ihrer Werke. Doch nun ist die Pause beendet: Die Malerin öffnet am Sonntag, 8. Februar, 11 Uhr, ihre Werkstatt in der Edvard-Grieg-Straße im Stadtteil Hoheluft und zeigt eine Auswahl ihrer aktuellen Arbeiten.

„Thematisch geht es um Form und Farbe“, kündigt Ute Meise an. Die oft großformatigen Werke zeigen reine Farbflächen, die durch Übermalungen und Bearbeitungen eine lebendige Struktur erhalten. Sie arbeitet bevorzugt mit zähflüssiger Ölfarbe, die durch Zugabe von Wachs noch kompakter wird. Die Malerin, die in Kiel bei den Professoren Fritz Bauer, Ekkehard Thieme und Peter Nagel studierte und seit über 20 Jahren als freischaffende Künstlerin arbeitet, ritzt und kratzt außerdem feine Maserungen in den Grund. Durch ihre ausgefeilte Technik entstehen am Ende faszinierende Bilder mit einer außergewöhnlich räumlichen Wirkung.

„In die Farbmasse ist die Form eingebettet“, beschreibt Ute Meise ihre Motive. Anklänge von realen Gegenständen seien manchmal zu erkennen, wie bei dem Bild „Fransenteppich“.   Aber hauptsächlich handele es sich um abstrakte Gemälde, „die vielleicht Assoziationen hervorrufen“. Die Symbole und Zeichen in den Gemälden brauchen Zeit zum Entschlüsseln, Verweilen und Einlassen. Doch die Betrachter werden belohnt. Ute Meises meditative Bilder bieten einen Gegenpol zu der schrillen und hektischen Umwelt.

Neben den Ölbildern gehören auch Holzdrucke zu der Atelier-Ausstellung, die nur am Sonntag geöffnet ist. Die Farben in Blautönen wurden im feuchten Zustand übereinander gedruckt. „So entsteht ein etwas untypischer Holzdruck“, erklärt Ute Meise. „Die Konturen sind nicht so scharfkantig, sondern weich und verschwommen.“ Dieser malerische Charakter sei durchaus gewollt.

„Die Schau ist eine gute Gelegenheit für mich, zurückzublicken und ein Resumee zu ziehen“, sagt Ute Meise. Zudem sei es nicht sinnvoll, ständig im „stillen Kämmerlein“ zu arbeiten. „Durch die Rückmeldungen der Besucher ergeben sich oft auch neue Ansatzpunkte für meine Arbeit.“

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erstellt am 05.Feb.2015 | 17:39 Uhr

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